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Steuerfreie Versicherung für Ihr Vermögen

Der Goldpreis ist in den vergangenen zwei Jahren teils stark unter Druck geraten. Gleichwohl gehört das Edelmetall unserer Meinung nach in jedes gut diversifizierte Portfolio.

Zudem bestehen gute Chancen, dass der Goldpreis sein Tief hinter sich hat. Wer jetzt Gold kauft, kann später die Gewinne steuerfrei kassieren.

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Markus Steinbeis  

Gold ist eine unbestechliche Währung. Die Notenbanken haben keinen Zugriff auf diese Währung, da sie das Edelmetall nicht nach Gutdünken vermehren können. Das macht physisches Gold zur einzigen wirksamen Absicherung gegen Währungskrisen oder Krisen des Finanzsystems und somit zu einer strategischen Anlageklasse. Zudem schützt es das Vermögen gegen starke Inflation beziehungsweise negative Realzinsen.

Unserer Meinung nach sind die fundamentalen Faktoren, die für Gold sprechen, intakt. So verfolgen die Notenbanken weltweit weiterhin eine extrem expansive Geldpolitik mit sehr niedrigen Zinsen und unkonventionellen Maßnahmen wie dem massenhaften Aufkauf von Staatsanleihen. Gleichwohl setzt sich der im Jahr 2011 begonnene Trend fort, dass Notenbanken Gold kaufen. Wie sollte es auch anders sein in einer Welt, in der vorrangig angloamerikanische Notenbanken sowie die Bank of Japan die Kapitalmärkte mit Geld fluten, um ihre Währungen abzuwerten, damit ihre Schuldenberge sie nicht erdrücken! Vor diesem Abwertungswettlauf müssen andere Notenbanken ihre Staaten schützen – und sie tun das durch den Kauf der einzigen Währung, den keiner ihrer Kollegen in New York oder London beeinflussen kann: Gold.

Nicht zuletzt haben die Goldminen, die als Marktteilnehmer Goldverkäufe über die Terminbörsen absichern können, so wenige Short-Positionen wie zuletzt vor einem Jahrzehnt. Das bedeutet: Sie sehen derzeit so wenig Bedarf, den Preis für ihre Goldproduktion im Voraus abzusichern, wie zuletzt beim Beginn des großen Bullenmarktes in Gold. Auch dies spricht für ein nahes Ende des Preisverfalls.

Den momentanen Preisrückgang können Anleger zum steuerlich günstigen Einstieg nutzen. Wer jetzt Gold kauft und ein Jahr lang hält, muss für Verkaufsgewinne keinerlei Steuer zahlen, wenn er das Edelmetall in Form von Barren oder Münzen erworben hat. Das gilt auch für Silber, wobei bei „des Goldes kleinem Bruder“ zusätzliche Kosten anfallen.

Anleger, die auf physisches Gold setzen, zahlen weder Mehrwertsteuer noch müssen sie die Verkaufsgewinne mit dem Fiskus teilen, wenn zwischen dem Kauf- und dem Verkaufszeitpunkt mehr als ein Jahr liegt. Dies gilt für das Anlagegold, zu dem die handelsüblichen Goldbarren und Goldmünzen zählen. Liegt das Edelmetall kürzer als ein Jahr im Tresor, unterliegen Gewinne nicht der Abgeltungssteuer, sondern dem persönlichen Steuersatz.

Wer physisches Silber erwirbt, kann Gewinne nach der Spekulationsfrist von einem Jahr ebenfalls für sich behalten. Käufer von Münzen haben bislang den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent zu entrichten. Ab dem 1. Januar 2014 wird jedoch der volle Satz von 19 Prozent fällig. Anleger, die ohnehin Silber kaufen wollen, sollten dies noch in diesem Jahr tun, zumal das Edelmetall wie auch Gold preislich „eher unten als oben“ ist.

Bei Exchange Traded Funds oder Zertifikaten, die einen Anspruch auf Auslieferung von Gold oder Silber verbriefen, greift der Staat hingegen zu. Anleger, die mit Gold- Wertpapieren Gewinne verbuchen, müssen daher trotz eines positiven Urteils des Bundesfinanzhofs zunächst Abgeltungssteuer zahlen. Betroffene sollten die von der Bank einbehaltene Steuer über die Steuererklärung zurückzuverlangen. Falls das Finanzamt ablehnt, empfiehlt sich der Widerspruch gegen den Steuerbescheid.