Von Katja Brauchle28. September 2021
Trade Republic kommt mit Desktop-Version

Trade Republic kommt mit Desktop-Version

Zwar ist der große Trading-Boom des Winters 20/21 seit dem Frühjahr abgeflacht. Das Berliner Startup Trade Republic * wächst trotzdem. Jetzt erweitert der Neo-Broker sein Angebot schrittweise um eine Desktop-Version.

Der Wunsch nach einer Web-Version der Trade Republic-App war unter Nutzern schon länger vorhanden.  Andere Anbieter waren dem Unternehmen in dieser Hinsicht einen Schritt voraus. Doch jetzt erfüllt das wertvollste deutsche Fintech den Wunsch endlich. Auf ihrer LinkedIn-Seite haben die Berliner es bereits bekannt gegeben: Ab heute gibt es die heiß ersehnte Version für den Desktop.

Schrittweiser Rollout

Noch können nicht alle Nutzer darauf zugreifen. Man wolle ein reibungsloses Ergebnis bieten und den Zugang zur Web-Version schrittweise für alle freischalten. „Es ist fast so weit!“ lässt aber schon erahnen, dass es nicht mehr allzu lange dauern kann. In wenigen Wochen sollen alle Nutzer die Web-Version verwenden können. Informiert werden die Kunden darüber dann individuell per Mail, wie man mittels einer Push-Nachricht in der App erfährt.

Trade Republic ist mit einer Bewertung von 5,3 Milliarden Dollar das wertvollste deutsche Fintech-Unternehmen. Zwar sprechen die Gründer Marco Cancellieri, Thomas Pischke und Christian Hecker nicht gern über Zahlen. Doch im Mai dieses Jahres ließen sie immerhin verlauten, inzwischen mehr als eine Millionen Kunden zu haben. Im selben Monat konnte das Startup außerdem über 730 Millionen Euro Wagniskapital bei Investoren einsammeln. Das hat kaum ein anderes deutsches Startup je geschafft. Und das, obwohl Trade Republic gerade mal sechs Jahre alt ist.

Trade Republic: Aktienhandel für jedermann

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Die drei jungen Gründer hatten die Vision einer „europäischen Plattform für mobile Geldanlage“. Schnell und einfach sollte jeder, der Lust drauf hat, über eine App auf dem Smartphone Aktien und ETFs handeln können. Und das zu unschlagbar günstigen Preisen. Mehr als eine Millionen Menschen haben dieses Angebot angenommen, laut Aussage des Unternehmens hat ungefähr die Hälfte davon zuvor noch nie mit Aktien gehandelt. Aktuelle Download-Schätzungen von Airnow zeigen, dass dieser Aufwärtstrend anhält. Der August könnte der erfolgreichste Monat seit der Gründung von Trade Republic sein, zumindest gemessen an den Downloads in den bekannten App-Stores.

Denn nicht jeder Download bedeutet automatisch einen neuen Kunden. Manch einer schreckt vor der Videoidentifikation zurück, die es zur Eröffnung eines Depots braucht, andere sind vielleicht noch unsicher, ob sie wirklich über das Smartphone mit barem Geld handeln möchten. Diejenigen Nutzer, die nicht via App traden möchten, blieben bei Trade Republic bislang außen vor – und das Unternehmen verschenkte damit weiteres Wachstumspotential. Durch die Einführung der Desktop-Version kann sich das jetzt ändern.

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