Vanguard gewinnt ETP-Award 2019 für das günstigste Angebot

Der amerikanische ETF-Anbieter Vanguard ist der zweitgrößte Vermögensverwalter der Welt. Gegründet wurde das Unternehmen von John C. Bogle, dessen Handbuch des vernünftigen Investierens immer noch zum Einmaleins der Finanzliteratur gehört.

Unter anderen beruht der Erfolg des Unternehmens auf dem Verkauf von passiven Indexfonds, die günstiger angeboten werden als etwa aktiv gemanagte Fonds. Für ETF-Anleger wirkt sich schließlich jeder zusätzliche Euro auf die Rendite aus. So gewinnt Vanguard nicht zuletzt aufgrund seiner vielen kosteneffizienten ETFs den ETP-Award 2019 für das günstigste Angebot.

Konzept und Kriterien des Awards

Bestimmt wird der ETP-Award-Sieger in der Kategorie Kosten durch eine Online-Umfrage und durch eine unabhängige Fachjury, die sich aus 32 Experten verschiedener Finanzdienstleister und Fachmedien zusammensetzt – darunter Vermögensverwalter, Honorarberater, Bänker, Market-Maker und Finanzredakteure. Bei der vorangegangen Online-Umfrage beteiligten sich rund 11.000 Teilnehmer.

Kosten sind nicht gleich Kosten

Auf die Frage, wie viel ein ETF eigentlich kostet, gibt es eigentlich keine schnelle Antwort, zumal ein ETF-Anbieter gar nicht auf alle Kosten Einfluss nehmen kann – z.B. auf die Gebühren, die ein Broker für den Kauf und Verkauf von ETFs oder für die monatliche Sparplan-Rate erhebt, oder die Handelskosten an verschiedenen Börsen, wobei mitunter auch der Handelszeitpunkt eine Rolle spielt, oder etwa die länderspezifischen Steuern, die sich letzten Endes auch auf die Rendite auswirken.

Doch auf die Gesamtkostenquote, die sogenannten TER, die sich aus dem Ausgabeaufschlag, den Rücknahmegebühren und den Verwaltungsgebühren zusammensetzt, darauf können ETF-Anbieter sehr wohl Einfluss nehmen. Und schaut man sich die zehn größten Vanguard-ETFs – gemessen am Fondsvolumen – genauer an, fallen die niedrigen „TERs” besonders auf. Sechs davon sind für 0,10 Prozent und weniger (0,07 Prozent und 0,09 Prozent) zu haben. 

Die anderen sind mit 0,12 bis 0,22 Prozent immer noch sehr günstig: Unter allen (derzeit) 40 in Deutschland gehandelten Vanguard-ETFs befinden sich lediglich zwei Finanzprodukte, die eine mittlere TER von 0,25 und 0,29 Prozent aufweisen.

Negative Tracking Differenz als zusätzlicher Kostendrücker 

Weiterhin sticht ins Auge, dass sich unter den „Top-Ten-ETFs” von Vanguard sechs ETFs befinden, die im Durchschnitt eine negative Tracking Difference aufweisen. Damit beweist Vanguard, dass seine Produkte den Referenzindex nicht nur sehr exakt nachbilden, sondern auch mal übertreffen können, wovon ETF-Anbieter natürlich profitieren. Wessen ETF den Index des Öfteren „überholt”, darf am Ende logischerweise auch auf mehr Rendite hoffen.

Der Kostenteufel steckt im Detail 

Wenn es weiter oben noch hieß, ein ETF-Anbieter könne auf die Handelskosten an den Börsen und die zu entrichtenden Steuern keinen Einfluss nehmen, so ist das nur bedingt richtig. Wie so oft, steckt der Teufel im Detail. Denn generell gilt: Je höher das Fondsvolumen, desto niedriger fallen i.d.R. die börsenüblichen Gebühren aus (z.B. die Geld-Brief-Spanne). Und als zweitgrößter Vermögensverwalter der Welt, beträgt das Fondsvolumen der 10 größten Vanguard-ETFs zwischen einer und 23 Milliarden Euro – sehr hohe Summen also, die entscheidende Handlungsspielräume eröffnen, die die Gesamtkosten drücken.

In puncto Steuern sei abschließend noch erwähnt, dass das Fondsdomizil Irland bei den zwei Flaggschiff-Produkten, dem Vanguard S&P 500 UCITS ETF (WKN: A1JX53) und dem Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (WKN: A1JX52) nicht zufällig gewählt wurde. Denn ETFs, die einen hohen Aktienanteil US-amerikanischer Wertpapiere enthalten, bieten (aufgrund einer niedrigen Quellensteuer) steuerliche Vorteile und sind für den Anleger somit profitabler. Auch diese Bemühungen waren am Ende dafür ausschlaggebend, dass sich Vanguard beim ETP-Award 2019 den ersten Platz für das günstigste Angebot sicherte.

 

Risikohinweis:

Der Wert von Anlagen und die daraus resultierenden Erträge können steigen oder fallen, und Investoren können Verluste auf ihre Investitionen erleiden. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Erträge.

Sonstige wichtige Hinweise:

Dieses Dokument wurde nur zu Informationszwecken erstellt und darf nicht als Ersatz für Anlageberatung angesehen werden. Vanguard informiert lediglich über Produkte und Dienstleistungen und bietet keine Anlageberatung an, die auf die persönlichen Umstände eines Anlegers abgestimmt ist. Wenn Sie Fragen zu Anlageentscheidungen haben oder wissen möchten, ob die hier beschriebenen Produkte für Sie geeignet und angemessen sind, wenden Sie sich bitte an Ihren Finanzberater.

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