Warum Warren Buffett jetzt auf japanische Aktien setzt – das Japan-ABC!

Warren Buffett hat neulich in japanische Aktien investiert. Es gibt mehrere Gründe, warum der Star-Investor auf Japan setzt. Hier erhalten Sie den Überblick. 

Buffetts Beteiligungsfirma Berkshire Hathaway ist kürzlich gleich bei fünf Unternehmen eingestiegen und hat jeweils gut fünf Prozent der Anteile erworben. Dabei handelt es sich um den Energie- und Rohstoffhändler Itochu, Marubeni, Mitsubishi, Mitsui & Co. sowie Sumitomo.

In Japan finden derzeit Entwicklungen statt, die für Investoren richtungsweisende Auswirkungen haben. Warum japanische Aktien aktuell sehr spannend sind, erfahren Sie in unserem Japan-ABC! 

Japanische Aktien und das ABC: A wie Abe

Den überraschenden krankheitsbedingten Rückzug von Shinzo Abe als Premierminister und die Wahl des bisherigen Kabinettssekretärs Yoshihide Suga haben japanische Unternehmen und Investoren positiv aufgenommen. Yoshihide Suga hat den Ruf, inhaltlich maßgeblich für Abe’s Wirtschaftspolitik verantwortlich zu sein. In seinen ersten Stellungnahmen hat Suga klargestellt, den wirtschaftspolitischen Kurs Abe’s fortzusetzen.

Erste Berichte deuten an, dass Suga sein Hauptaugenmerk auf dringend erforderliche Strukturreformen legen wird. Darüber hinaus soll Taro Aso als Finanzminister im Amt bleiben und für Stabilität in der Finanzpolitik sorgen. Ebenso ist zu erwarten, dass sich an der eng abgestimmten Zusammenarbeit mit der japanischen Notenbank wenig ändern wird.

B wie Buffett

In den letzten Wochen hat das starke Engagement Warren Buffetts am japanischen Aktienmarkt für große Aufmerksamkeit gesorgt. Buffett hat mit seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway rund sechs Milliarden US-Dollar in japanische Aktien investiert. Die Finanzierungskosten für die dafür begebene Anleihe lagen bei lediglich 0,6 Prozent jährlich. Bekommen hat er dafür eine jeweils fünfprozentige Beteiligung an fünf japanischen Handelshäusern, bei denen er eine Dividendenrendite von etwa vier Prozent erwarten kann.

Buffetts Engagement hat Investoren ins Gedächtnis gerufen, dass kein Anleger an den Schätzen Japans vorbeigehen sollte. Das sind solide geführte, extrem kapitalkräftige Unternehmen (schuldenfrei und mit sehr dicken Cashpolstern), die in den Bereichen Robotik, Automatisierung, Spezialchemikalien und elektronische Komponenten weltweit führende Stellungen innehaben. Die Bewertungen sind zudem weit weg von der total überbewerteten Wall Street.

Tipp: Es gibt zahlreiche ETFs auf japanische Aktien.

Anfang September kündigte übrigens auch das Private Equity Haus KKR an, seine Aktivitäten in Japan stark ausbauen zu wollen. Das Unternehmen hat etwa 11 Milliarden Dollar für seinen vierten panasiatischen Private-Equity-Fonds eingesammelt. Ein großer Teil des Gelds soll nach Japan fließen.

C wie Covid-19

Aktuell ist Japan eines der Länder, die von der Pandemie weitgehend verschont geblieben sind. Obwohl es zuletzt einen spürbaren Anstieg bei den Neuinfektionen gegeben hat, sind die Fallzahlen bezogen auf die Bevölkerungszahl nur ein Bruchteil dessen, was wir in Europa und den USA sehen.

Die Wirtschaftsprognosen, allen voran der Einkaufsmanagerindex, zeichnen ein sich aufhellendes Bild in dem sich das generelle Sentiment, gepaart mit der Erwartung auf eine baldige Einführung eines Impfstoffes, deutlich aufhellt.

Über den Autor: Clemens Kustner

Clemens Kustner ist Geschäftsführer bei der ASPOMA Asset Management AG in Linz.

Anmerkung der Redaktion: Der nachfolgende ETF ist keine Empfehlung des Gastautors. Wir möchten Ihnen lediglich exemplarisch einen ETF zeigen.

Vanguard FTSE Japan UCITS ETF (Dist)

WKN: A1T8FU ISIN: IE00B95PGT31
Kurs 29,81 €
Kosten (TER) 0,15 %
Fondsvolumen 1.720 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat +5,03 %
Lfd. Jahr +3,72 %
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