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Immocation: „Es gibt Standorte in Deutschland, in denen sich ein Kauf noch lohnt"

Auf dem Kapital-Gipfel in München präsentieren sich am 22. März 2019 ab 9:00 Uhr Top-Referenten und informieren über den Weg zur perfekten Geldanlage. Wir haben im Vorfeld mit Marco Lücke und Stefan Loibl von Immocation über die Zukunft des  Immobilienmarktes gesprochen. Beide nehmen auch als Referenten am Kapital-Gipfel teil.

Sie referieren am Kapital-Gipfel über Immobilien und das ausgerechnet in München. Lohnt sich ein Immobilienkauf in deutschen Großstädten überhaupt noch?

Ein Immobilienkauf lohnt sich in den absoluten Top-Metropolen in Deutschland vermutlich nicht mehr, dabei ist es aber natürlich immer eine Frage der Rendite. Das Schöne ist aber, dass man dies analysieren kann und es genug andere Standorte in Deutschland gibt, in denen sich ein Kauf noch lohnt.

Viele Bundesbürger stehen vor der Wahl: Mieten oder die niedrigen Zinsen für einen Immobilienkauf nutzen. Wann rechnet sich der Kauf und wann ist es wirtschaftlich gesehen sinnvoller, im Mietverhältnis zu bleiben?

Grundsätzlich lohnt sich ein Kauf recht schnell im Vergleich zum Mietverhältnis bei den derzeit niedrigen Zinsen. Allerdings hat der Kauf zur Eigennutzung einen entscheidenen Nachteil: Man wird sehr viele Faktoren nicht berücksichtigen, um wirklich optimal zu investieren, beispielsweise die Art, Größe, Ausstattung und vor allem aber die Lage der Wohnung. Viele möchten die Wohnung kaufen, um selbst darin zu wohnen. Nur gibt es sehr oft Standorte, die sehr viel lukrativer sind für eine reine Geldanlage. Deshalb ist es aus unserer Sicht das beste Modell selbst weiter zur Miete wohnen, aber sehr rentable Objekte für die Vermietung kaufen.

Wer sich für den Kauf einer Immobilie entschieden hat, durchstöbert die bekannten Immobilienportale. Worauf gilt es dabei zu achten und später bei der Besichtigung?

Beim durchstöbern der Portale geht es vor allem um Masse statt Klasse. Es ist sehr schwer ein Schnäppchen zu finden, wenn man sich nur 10 Anzeigen anschaut. Entscheidend ist Kontinuität, also über eine lange Zeit hinweg immer dran bleiben und vor allem schnell sein, zum Hörer greifen und den Verkäufer oder Makler anrufen, sobald ein potenzielles Objekt inseriert wird. Wichtig dabei: gekauft wird sowieso erst beim Notar. Man hat also noch genügend Zeit sich Gedanken zu machen, ob man die Immobilie wirklich kaufen möchte. Das heißt eine ordentliche Vorqualifikation durch Lesen der Texte und einem schnellen Anruf ist entscheidend.
Bei der Besichtigung ist es wichtig mit den Mietern zu sprechen, um zu erfahren wer denn eigentlich der aktuelle Mieter ist, den würde man ja im Fall einer Kapitalanlage übernehmen. Sicherlich sollte man auch auf große Baumängel achten. Wobei das natürlich als Laie etwas schwierig ist herauszufinden. Da ist es meistens interessanter in Protokolle von Eigentümer-Versammlungen zu schauen. Dort ist es in aller Regel beschrieben, wenn irgendwelche Instandhaltungsmaßnahmen am Haus gibt.

Und zum Schluss hätten wir gerne noch einen Geheimtipp. Welche Städte sind aus Kapitalanlegersicht attraktiv?

Wir persönlich würden uns im Moment Kassel oder Essen anschauen.

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Übrigens: Auch andere Referenten des Kapitalgipfel hat das Extra-Magazin bereits im Vorfeld interviewt. So beispielsweise Stefan Obersteller (Geldbildung.de)Albert Warnecke (Finanzwesir), Christian W. Röhl (Dividendenadel), Thomas Rappold (Silicon Valley Investing), Thomas Wolff (Scalable Capital), Gerd Kommer (Souverän Investieren mit Indexfonds und ETFs), Richard Dittrich (Börse Stuttgart) sowie weitere.