Lars Brennholt über den neuen Robo-Advisor Pixit

Seit Ende 2018 hat auch die Targobank (► Zum Testbericht) einen eigenen Robo-Advisor. Das Angebot nennt sich Pixit (► Zum Testbericht) und ermöglicht Kunden eine vollständig digitale Geldanlage auf ETF-Basis. Wir haben nachgefragt bei Lars Brennholt, Leiter der Finanzplanung bei der Targobank.

Mit Pixit bietet die Targobank einen Robo-Advisor an. Was sind die Vorteile für Kunden?

Der Pixit-Kunde erhält in wenigen Schritten eine auf ihn zugeschnittene Vermögensanlage, die regelmäßig überprüft und – falls nötig – automatisch angepasst wird. Der Kunde muss sich also weder um die Produktauswahl noch die passende Aufteilung kümmern. Wir überwachen den Produktmarkt stetig und sobald Produkte mit günstigerem Kosten-Rendite-Verhältnis am Markt verfügbar sind, tauschen wir die alten Produkte gegen die neuen, besseren aus. Für die gesamte Leistung zahlt der Kunde einen Pauschalpreis zwischen 0,8 bis maximal 0,99 Prozent pro Jahr. Natürlich hat der Kunde jederzeit online oder mobil über sein Smartphone Zugriff auf seine Vermögensverwaltung. Er kann zudem jederzeit über sein Geld verfügen, es gibt keine Mindestlaufzeit. Und den gesamten Service der Vermögensverwaltung kann er bereits mit einem Sparplan ab monatlich 100 Euro nutzen.

Tipp: Wir haben Pixit einem ausführlichen Test unterzogen. Hier geht es zum Pixit-Testbericht.

Wie erfolgt das Rebalancing?

Bei Pixit wird das Portfolio monatlich daraufhin überprüft, ob die aktuelle Vermögensaufteilung noch der vereinbarten Aufteilung entspricht, oder ob sie durch Marktschwankungen abgewichen ist. Die maximal zulässige Abweichung liegt bei einem Prozentpunkt. Liegt die Abweichung am Prüfungstag unter einem Prozentpunkt, ist keine Anpassung notwendig. Beträgt die Abweichung hingegen mehr als einen Prozentpunkt, erfolgt eine automatische Anpassung. Der Kunde muss dafür nichts unternehmen. So stellen wir sicher, dass das Kunden-Portfolio immer der vereinbarten Modellallokation entspricht. Um das Ganze an einem konkreten Beispiel zu verdeutlichen: Wächst der Aktienanteil durch Kursgewinne und Dividenden schneller als der Anleihenanteil, verändert sich die Portfoliogewichtung. Zur Wiederherstellung der vereinbarten Modellallokation werden Aktien verkauft und Anleihen zugekauft. Umgekehrt können bei fallenden Aktienkursen Einstiegschancen genutzt werden, um den Aktienanteil wieder nach oben anzupassen.

Targobank-Kunden können vermutlich bequem Pixit-Kunden werden. Wie ist der Anmeldeprozess für alle anderen?

Wir haben auf einen extrem einfachen Anmeldeprozess geachtet, der aus lediglich drei Schritten besteht. Im ersten Schritt beantwortet der Kunde Basisfragen zu seiner Risikoeinstellung. Im zweiten Schritt erhält er einen zu seiner Risikoeinstellung passenden Produkte-Mix. Und im letzten Schritt bestätigt der Kunde nur noch online den Vertragsabschluss. Fertig!

Sie nutzen für Pixit die Technologie von Scalable Capital. Was hat Sie dazu bewegt?

Wir wägen immer sehr genau ab, ob wir eine Dienstleistung oder ein Tool bei uns im Haus selbst entwickeln oder ob wir gegebenenfalls auf externes Know-how zurückgreifen. Bei Pixit haben wir uns für eine Hybridlösung entschieden: Was die Produktbewertung und die Produktauswahl betrifft, setzen wir auf unsere langjährige Expertise im Wertpapiergeschäft. Bei der Technologie-Plattform haben wir hingegen auf das Know-how und die Erfahrung von Scalable Capital (► Zum Testbericht) zurückgegriffen. Wir sind davon überzeugt, dass Pixit mit der Kombination aus beidem eine willkommene Alternative auf dem Robo-Advisor-Markt darstellt.

Lesetipp: In der Beilage der Extra-Magazin-Ausgabe April/Mai 2019 finden Sie einen ausführlichen Testbericht zum deutschen Robo-Advisor-Markt.