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Thomas Rappold: „Es ist mein Anspruch, Anlegern die finanziellen Mechanismen des Silicon Valley näherzubringen.“

Auf dem Kapital-Gipfel in München präsentieren sich am 22. März 2019 ab 9:00 Uhr Top-Referenten und informieren über den Weg zur perfekten Geldanlage. Wir haben im Vorfeld mit Thomas Rappold, dem Autor von Silicon Valley Investing gesprochen, der auch als Referent am Kapital-Gipfel teilnehmen wird.

Was bedeutet Silicon Valley-Investing?

Ausgehend von meiner Erfahrung als Entrepreneur und Investor mit starkem Fokus Silicon Valley war es naheliegend, diesen Begriff zu „branden“. Es ist mein Anspruch, Anlegern und Investoren die Besonderheiten und insbesondere die finanziellen Mechanismen des Silicon Valley näherzubringen. Daraus entstand zum Einen das Buch „Silicon Valley Investing“, was erstmalig Anlegern einen einmaligen und kurzweiligen 360 Grad Blick auf das Finanzökosystem Silicon Valley bietet. Im Buch werden die fünfzig wichtigsten Unicorns (Einhörner) wie AirBnB, Palantir oder Uber porträtiert, die voraussichtlich in 2019 bzw. 2020 ein IPO planen. Darüber hinaus wird in zukunftsgerichteten Porträts aufgezeigt, wohin sich Apple, Alphabet, Cisco, Facebook und Co. hinentwickeln werden. Nicht zu vergessen die neuen Disruptoren wie PayPal, Square und Tesla, die bereits zu börsennotierten multimilliardenschweren Unternehmen herangewachsen sind. Zum Anderen bedeutet „Silicon Valley Investing“ ein neuartiger Investmentansatz, den ich entwickelt habe. Ausgehend von den Value-Investment Anlagegrundsätzen von Warren Buffett habe ich einen eigenen Investmentstil entwickelt, der Value Investing und Tech Investing zusammenbringt.

Wie werden Sie auf aussichtsreiche Unternehmen aufmerksam und nach welchen Bewertungskriterien beurteilen Sie diese?

Interessanterweise haben Tech-Unternehmen viel gemeinsam mit den von Buffett gewünschten wichtigsten Kriterium: Der Moat, bzw. Burggraben, d.h. wie stark ist die Stellung des Tech-Unternehmens und wie nachhaltig und dauerhaft ist dieser. Bedeutende Tech-Unternehmen basieren in der Regel auf der Plattformtechnologie und profitieren von der positiven Spirale, d.h. mehr Kunden bedeuten mehr Inhalte, Reichweite und Resonanz und machen die Plattform wiederum noch attraktiver für Kunden. Dies gilt sowohl für B2C wie B2B Angebote. Es gibt bekanntermaßen eine bedeutende Suchmaschine – Google, ein bedeutendes Online Kaufhaus – Amazon, ein bedeutendes Soziales Netzwerk – Facebook und einen hochprofitablen Smartphone Hersteller – Apple. Bei diesen sogenannten „FANG“ Aktien liegt die Monopolstellung inzwischen für viele Marktteilnehmer auf der Hand. Meine Expertise geht dahin, die neu entstehenden Monopolisten im B2C und B2B Bereich zu erkennen, die bisher noch nicht auf dem Radar von Anlegern und Medien stehen. Gerade im B2B Segment gibt es zahlreiche „Hidden Champions“, die vom starken Cloud Wachstum massiv profitieren. Die Netzwerkeffekte aus Cloud-Diensten werden meist von Analysten kurzfristig überschätzt und langfristig unterschätzt. Daraus ergeben sich für den langfristig orientierten Anleger große Chancen. Und da sind wir wieder bei Buffett, der es liebt, in langfristig planbare Anlagen zu investieren. Nicht ohne Grund schaut er bei seinem Apple Investment als Gradmesser auf den wachsenden und hochmargigen Servicebereich und nicht auf die neu verkauften iPhones.

925 Prozent Kursgewinn in den vergangenen 20 Jahren mit der Apple-Aktie. Was sind aus Ihrer Sicht die Aktien der Zukunft mit ähnlichem Kurspotential und was spricht für diese Werte?

Das Beispiel von Apple zeigt, dass auch ein Unternehmen mit bereits 20jähriger Börsenhistorie einen solchen Lauf hinlegen kann. Immerhin ist Apple seit über 40 Jahren börsennotiert und hatte in den ersten 20 Jahren eine sehr wechselvolle Geschichte. Generell sehe ich großes Potenzial bei B2B-Anbietern wie Arista, Box, DocuSign und Nutanix mit starkem Fokus auf die Cloud, aber auch den Payment Bereich wie PayPal oder Square. Anleger sollten sich aber immer bewusst sein, dass die Kurse starken Volatilitäten unterliegen und bei weniger guten Quartalszahlen auch mal schnell um 30 bis 50 Prozent korrigieren. Korrekturen sind für Anleger auch immer wieder gute Einstiegszeitpunkte, um eine Position neu einzugehen oder auszubauen. Frei nach Buffett: Wenn man von einem Wert überzeugt ist und die Kurse kommen einem entgegen, dann muss man seine Bestände weiter ausbauen. Häufig geht das aber gegen die Anlegerpsyche. Es kostet viel Mut, Aktien in starken Korrekturphasen zu kaufen. Aber nur so lassen sich hohe Renditen erzielen. Schließlich liegt im Einkauf ein wichtiger Schlüssel für den Gewinn.

Bei Investments in Start ups handelt es sich eher um Risikokapital, da sich in der Regel nur wenige tatsächlich im Wettbewerb durchsetzen. Macht es da für den Normalinvestor nicht eher Sinn, mit ETFs breit gestreut in die von Ihnen genannten Branchen zu investieren?

Bei Start up Investments sprechen wir über ein spezielles Segment, d.h. nicht börsennotierte Unternehmen. Diese Art von Investment ist nur für versierte und gut situierte Anleger als Depotbeimischung zu empfehlen.

Interessierte Tech-Anleger, die das Einzelaktienrisiko scheuen, können über ETFs und strukturierte Produkte in Themeninvestments investieren. Ich habe auf Basis meines erfolgreichen Investmentansatzes führende Technologieindizes für die Wachstumssegmente Cyber Security, Industrie 4.0, Blockchain, künstliche Intelligenz und 5G entwickelt, zu denen es entsprechende Finanzprodukte gibt.

So können Sie am Kapital-Gipfel teilnehmen!

Tickets gibt es für 149 Euro (Einzelticket) bzw. 269 Euro (Partnerticket). Im Ticketpreis enthalten ist die Tagesverpflegung und der Eintritt. Schnell sein lohnt sich: Sparen Sie mit dem Werbecode „extra-magazin“ bares Geld. Sichern Sie sich bis zum 10. März 2019 Tickets mit einem Rabatt in Höhe von 20 Prozent.

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Übrigens: Auch andere Referenten des Kapitalgipfel hat das Extra-Magazin bereits im Vorfeld interviewt. So beispielsweise Stefan Obersteller (Geldbildung.de), Albert Warnecke (Finanzwesir), Christian W. Röhl (Dividendenadel) sowie weitere.