ᐅ Oskar – Angebot im Test & Erfahrungen

Oskar bietet ETF-Sparpläne für die ganze Familie an. Spezielle Sparpläne für Kinder und auch Auszahlpläne können auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden. Es werden fünf verschiedene Anlagestrategien angeboten. Investiert wird dabei jeweils in ETFs und ETCs auf die Anlageklassen Aktien, Anleihen und Rohstoffe. Bereits ab 25 Euro können monatliche Sparpläne abgeschlossen werden. Einmaleinzahlungen sind ab 1.000 Euro möglich.

Über die Oskar-App oder die Website ist die Geldanlage jederzeit einzusehen und zu überwachen. Auch Kinder können sich über den Stand ihrer Geldanlage informieren, aber nicht vor dem Erreichen der Volljährigkeit auf das Sparkonto zugreifen.

Bis zu einem Anlagebetrag von 10.000 Euro wird bei Oskar eine Gebühr von einem Prozent fällig, bei Beträgen darüber hinaus 0,80 Prozent.

Angebot
Kosten
Service
Sicherheit
Performance

Oskar bietet fünf Anlagestrategien mit Aktienquoten in Höhe von 50 bis 90 Prozent. Sparpläne sind ab 25 Euro möglich, Einmaleinzahlungen ab 1.000 Euro. Die Kosten liegen für Anlagebeträge unter 10.000 Euro bei 1,00 Prozent pro Jahr, für Beträge darüber bei 0,80 Prozent. In puncto Sicherheit, Transparenz und Service kann Oskar punkten. Eine Anlage mit Oskar können wir daher empfehlen.

Gesamtnote

4.5

Wer ist Oskar?

Vorstellung

Oskar ist ein digitaler Vermögensverwalter. Der Anbieter erstellt und verwaltet ETF-Portfolios für die Kunden und überwacht diese regelmäßig mit der eigens entwickelten Risikomanagement-Technologie. Oskar wurde im März 2019 gegründet.

Das Tem hinter Oskar

Für Jens Ohr, Peter Schille und Dominik Nierhaus ist Oskar ein Herzensprojekt. Die Familienväter waren auf der Suche nach einer gewinnbringenden Anlagelösung für ihre Kinder. Die Anlage sollte renditestark, kostengünstig und einfach in der Bedienung sein. Leider wurden sie dabei nicht fündig. Daher entschlossen sie sich selbst eine Anlagelösung zu entwickeln. Die Gründer beschäftigen sich bereits seit vielen Jahren mit dem Thema Finanzen und Geldanlage und bauten gemeinsam das Finanzportal finanzen.net auf.

Bild des Oskar Gründerteams
Das Gründerteam von Oskar

Wie funktioniert Oskar?

Wie funktionieren die Anlagestrategien?

Oskar bietet fünf strategische Anlagemodelle (Oskar 50-90). Die Zahl im Produktnamen entspricht der jeweiligen Aktienquote 50, 60, 70, 80 oder 90 Prozent. Bei allen Strategien handelt es sich um global breit diversifizierte Portfolios, die aktuell zehn ETPs umfassen. Dabei verfolgt Oskar den Multi-Asset-Ansatz mit Aktien, Staatsanleihen, besicherten Anleihen, Unternehmensanleihen, inflationsbesicherten Anleihen sowie Gold. Somit kommt es zu einer breiten Streuung des Risikos. Eine Konzentration einzelner Märkte wird so vermieden.

Jedem Portfolio ist eine Inflationsschutz-Komponente eingebaut. Dabei kommen Gold ETCs (EUWAX Gold II, besichert durch physisches Gold) sowie inflationsbesicherte europäische Staatsanleihen zum Einsatz. Somit besteht eine gewisse Absicherung gegen inflationsbedingten Wertverfall.

Anlagestrategien mit drei Zusatzfunktionen

Neben der zuvor beschriebenen Anlagestrategie bietet Oskar seinen Kunden weitere Vorteile, die sonst nur mit einem größeren Aufwand selbst umgesetzt werden könnten.

Portfolio-Rebalancing

Die eingesetzten Anlageprodukte sind bei allen Strategien gleich, lediglich die Gewichtung unterscheidet sich. Dabei gibt es im Rahmen eines schwellenbasierten Portfolio-Rebalancings einen laufenden Abgleich der tatsächlichen Gewichte mit den Zielgewichten auf Einzelportfolio-Ebene. Bei Abweichung der tatsächlichen Gewichte von den Zielgewichten wird das Portfolio automatisch umgeschichtet.

Smart-Rebalancing

Oskar verfolgt einen Smart-Rebalancing-Ansatz. Dabei kommt es zu einer Optimierung hinsichtlich der Handelskosten sowie Sammelorders. Liquidität auf dem Konto (z. B. auf Einzahlungen oder Ausschüttungen) wird vorrangig in untergewichtete Anlageprodukte investiert.

Steueroptimierung

Hinzu kommt eine steuerbewusste Portfoliosteuerung. Dies gilt einerseits für die Auswahl der Anlageprodukte unter Berücksichtigung von Ausschüttungsverhalten von ETFs sowie ihrem Domzil anderseits aber auch der Beachtung der Haltedauer beispielsweise bei Gold (Mindesthaltedauer von 12 Monaten).

Wie sieht der Anlageprozess aus?

Die Vermögensverwaltung bei Oskar beginnt bereits ab 25 Euro im Monat oder einer einmaligen Anlagesumme von 1.000 Euro. Die Depoteröffnung erfolgt per Website oder App in rund 15 Minuten. Dabei wird anhand eines Fragebogens (Geeignetheitsprüfung gemäß WpHG) die maximal geeignete Risikokategorie ermittelt. Nach der Identifikation über den Service der Deutschen Post, eröffnet die Baader Bank ein Depot und Verrechnungskonto. Einzahlungen können jederzeit über die App oder die Website in Auftrag gegeben werden. Die Kunden haben jederzeit  Zugriff auf ihr Konto und können das angesparte Vermögen täglich veräußern.

So sieht die Benutzeroberfläche bei Oskar aus

Nach der Angabe der Anlageziele, Kenntnissen und den finanziellen Verhältnissen, wird ein individueller Anlagevorschlag präsentiert. Über das Dashboard erhält der Kunde später einen Überblick auf das angespartes Vermögen sowie über die Wertentwicklung, die aktuelle Gewichtung und eventuelle Ausschüttungen.

Darstellung der Oskar Benutzeroberfläche
Die Smartphone App von Oskar stellt alle wichtigen Informationen zur Anlage übersichtlich dar.
Darstellung der Oskar Benutzeroberfläche in Unterpunkten
Die Smartphone App von Oskar stellt alle wichtigen Informationen Ihres Depots übersichtlich dar.

Wie unterscheidet sich Oskar von einer klassischen Bank?

Oskar bietet eine unabhängige Vermögensverwaltung an und damit keine Anlageberatung oder Fondsvermittlung, bei der meist die teuren Finanzprodukte der eigenen Bank verkauft werden.

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Oskar im Test

Oskar Robo-Advisor Test
Testbericht Robo-Advisor – Oskar

Bewertung des Angebots

Wie hoch ist die Mindestanlage?

Bereits ab 25 Euro können monatliche Sparpläne abgeschlossen werden. Einmaleinzahlungen sind ab 1.000 Euro möglich. Darüberhinaus können weitere Anlagebeträge flexibel ein- oder ausgezahlt werden.

Wie viele Anlagestrategien gibt es?

Bei Oskar gibt es insgesamt fünf Strategien mit unterschiedlicher Risikoneigung. Der Anleger entscheidet sich am Anfang für eine seinem Risikoprofil entsprechende Anlagestrategie, Oskar kümmert sich dann um die laufende Überwachung und gegebenenfalls um eine Anpassung. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn die Gewichte der einzelnen Anlageklassen im Portfolio infolge von Marktschwankungen, Ausschüttungen oder durch weitere Einzahlungen von der Zielallokation abweichen. Das Rebalancing findet bei Oskar also nicht in festen Abständen, sondern schwellenwertbasiert statt. Zudem können einzelne ETFs oder ETCs ausgetauscht werden, sobald besser geeignete Produkte erhältlich sind.

Welche Anlageklassen gibt es?

Alle Strategien investieren in Aktien, Anleihen und Rohstoffe und verfügen über eine eingebauten Inflationsschutz. Der Aktienanteil reicht je nach Risikoprofil von 50 bis 90 Prozent. Je nach Risikostufe investiert Oskar 5-15 Prozent des angelegten Vermögens in inflationsgeschützte Anlagen (Gold, inflationsgeschützte Anleihen).

Gibt es einen Sparplan?

Es ist möglich, einen Sparplan einzurichten. Die monatliche Mindestsparrate beträgt 25 Euro. Änderungen und Kündigungen sind jederzeit kostenlos möglich. Markenzeichen sind bei Oskar die individuellen Kindersparpläne. Während der Ansparphase profitieren Kinder von einem Steuervorteil von bis zu 10.005 Euro pro Jahr. Mit individuellen Auszahlplänen können spezielle Sparziele wie die Ausbildung, das erste Auto oder die erste Wohnung erfüllt werden.

Welche Anlagestrategie verfolgt Oskar?

Das Portfolio des Anlegers hängt wesentlich von der Risikovorgabe des Kunden ab. Der Anbieter investiert ausschließlich in bis zu zehn ETPs, die regelmäßig überprüft und ggf. durch kostengünstiger ersetzt werden. Oskar wählt ETFs steuersmart aus und kann steuerliche Gegebenheiten wie den Zeitraum von privaten Veräußerungsgeschäften, Sparerpauschbetrag, Verlusttöpfe oder Freistellungsaufträge im Rahmen der Anlagestrategie berücksichtigen.

Fazit Angebot: Der Anbieter erzielt in Hinblick auf die Anlagestrategien ein sehr gutes Ergebnis. Ausschlaggebend sind die Anzahl an Strategien, technologiebasierte Entscheidungen, spezielle individuelle Kindersparpläne, ein individueller Auszahlplan sowie ein Rebalancing entsprechend der Risikovorgaben des Anlegers.

Das Angebot im Überblick

Angebotene Strategien 5
Eingesetzte Anlage­klassen Aktien, Anleihen, Rohstoffe
Eingesetzte Produkt­typen ETCs, ETFs
Rebalancing Bei Abweichung
Eingesetzte Produkte 10
Mindest­anlage 1.000 €
Sparplan Ja, min. 25 €
Auszahlungs­plan Ja

Bewertung der Kosten

Oskar verfügt über eine Gebührenstaffelung. Die Servicevergütung liegt für Anlagebeträge unter 10.000 Euro bei 1 Prozent pro Jahr. Bei Beträgen über 10.000 Euro werden 0,80 Prozent pro Jahr berechnet. Hinzu kommen externe Produktkosten für die eingesetzten ETFs in Höhe von 0,14 Prozent p.a. Diese sind aber bereits in den ETFs eingerechnet und werden nicht separat berechnet.

Fazit Kosten: Der Robo-Advisor liegt mit einer Verwaltungsgebühr in Höhe von 0,80 % p.a. im vorderen Mittelfeld. Die Verwaltungsgebühr in Höhe von 1 Prozent bei einem Anlagebetrag von unter 10.000 Euro ist im Vergleich zu anderen Robo Advisors vergleichsweise teuer.

Die Kosten im Überblick

Depot­gebühr pro Jahr 0,00
Service­gebühr (p.a.)
1,00 %bis 9.999,99 €
0,80 %ab 10.000 €
Performance­gebühr Nein

Bewertung des Service

Oskar bietet neben seinen Sparplänen auch Auszahlpläne an. Bei Oskar werden dem Kunden viele Kommunikationsmedien geboten. Der Robo-Advisor bietet sowohl eine Hotline als auch eine persönliche Beratung an, auch ein Online-Chat ist in Planung. Auch Anfragen über soziale Medien oder per E-Mail werden schnell beantwortet.

Der Anleger kann über die Website oder per App (iOS und Android) Kunde werden bzw. Anpassungen am bereits bestehenden Portfolio vornehmen. Auch eine ausführliche Darstellung der Performance ist verfügbar.

Fazit Service: Oskar liegt mit seinen angebotenen Serviceleistungen im vorderen Mittelfeld der Anbieter. Dabei werden alle wesentlichen Kommunikationskanäle bedient, ein Online-Chat ist in Planung.

Das Serviceangebot im Überblick

Sparplan / Auszahlplan Ja / Ja
Halte-/­Kündigungs­fristen Nein
Persönliche Beratung Nein
Hotline / Online-Chat Ja / Nein
Soziale Medien Facebook
App iOS, Android

Bewertung der Sicherheit

Oskar verfügt über eine Lizenz als Finanzanlagevermittler gemäß § 34f Gewerbeordnung. Bei der Umsetzung des Angebots arbeitet Oskar zudem mit der Scalable Capital Vermögensverwaltung GmbH zusammen. Diese steht als Technologiepartner und als rechtlicher Kontrahent des Kunden im Rahmen der Vermögensverwaltung im Hintergrund bereit. Das Depot mit Verrechnungskonto wird von der Baader Bank geführt. Im Falle der Insolvenz von Oskar bleibt somit das angesparte Vermögen unberührt. Bei Insolvenz der Baader Bank ist das Verrechnungskonto durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt und es besteht ein Herausgabeanspruch für die Wertpapiere im Portfolio.

Fazit Sicherheit: Der Robo Advisor besitzt über die Scalable Capital Vermögensverwaltung GmbH eine Lizenz als Finanzportfolioverwalter. Als digitaler Vermögensverwalter wird er von der BaFin kontrolliert. Die Sicherheit ist somit sehr hoch.

Die Sicherheit bei Oskar im Überblick

Depot­führung Baader Bank AG
Lizenz Finanz­anlagen­vermittler
Kontroll­organ BaFin

Interview mit Oskar

Über welche Bank wickeln Sie die Wertpapiertransaktionen des Kunden ab?

Das angesparte Vermögen wird über die Scalable Capital Vermögensverwaltung GmbH verwaltet. Die Baader Bank AG führt die Verrechnungskonten mit Depots.

Wer ist bei Ihnen für die Umsetzung der Anlagestrategie verantwortlich?

Die Geschäftsleitung und das von ihr beaufsichtigte Investment-Team.

Wie flexibel kommt ein Anleger wieder an sein Kapital? Gibt es Bindefristen?

Bei Oskar gibt es keine Mindestlaufzeit oder Gebühren für die Kontoauflösung. Auch Ein- und Auszahlungen sind jederzeit kostenlos möglich. Der Kunde kann jederzeit sein Depot schließen und sich den Anlagebetrag auszahlen lassen.

In welchen Ländern bieten Sie Ihren Service an?

Bisher bieten wir diese Dienstleistung allein in Deutschland an.

Oskar im Vergleich

 
Angebot
Angebotene Strategien 5
Anlage­klassen Aktien
Anleihen
Rohstoffe
Eingesetzte Produkt­typen ETCs
ETFs
Rebalancing Ja
Eingesetzte Produkte 10
Mindest­anlage 1.000 €
Kosten
Depotführung 0,00
Service­gebühr (p.a.)
  • 1,00 %: bis 9.999,99 €
  • 0,80 %: ab 10.000 €
Performance­gebühr Nein
Kostenbeispiel
10.000 € 100,00 €
50.000 € 400,00 €
100.000 € 800,00 €
250.000 € 2000,00 €
Service
Sparplan / Auszahlplan Ja / Ja
Halte-/­Kündigungs­fristen Nein
Anlage­beratung Nein
Hotline / Online-Chat / App Ja / Nein / Ja
Sicherheit
Gründung März 2019
Depotführung Baader Bank AG
Lizenz Finanz­anlagen­vermittler
Kontroll­organ BaFin
  Mehr Infos

Quelle: Extra-Magazin, Stand 03.07.2019

Gesamtbewertung: Fazit zu Oskar

Mit seinen fünf Anlagestrategien bietet Oskar ein insgesamt abgerundetes Angebot an. Individualisierte Sparpläne für Kinder sind ein besonderes Angebot des digitalen Vermögensverwalters. Bereits ab 25 Euro Mindesteinzahlbetrag können Sparpläne abgeschlossen werden. Die Mindestanlage bei Einmaleinzahlungen beträgt ansonsten 1.000 Euro. Ab einem Anlagevolumen von 10.000 Euro ist Oskar mit einer Verwaltungsgebühr von 0,80 Prozent vergleichsweise günstig, unter 10.000 Euro ist der Anbieter aber etwas teurer als Angebote der Mitbewerber. Auch in puncto Sicherheit, Transparenz und Service kann Oskar punkten. Über alle Bewertungskriterien hinweg wurde Oskar mit der Testnote „sehr gut“ bewertet.

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Kontakt zu Oskar

Oskar
Gartenstr. 67
76135 Karlsruhe
Web: https://www.oskar.de/
Tel: +49 89 215 413 81