Aktiensparen für Einsteiger

Mit Aktiensparen können Anleger in die aus ihrer Sicht attraktivsten Unternehmenspapiere investieren.

Wir zeigen Ihnen, wie Aktiensparen für Einsteiger funktioniert und was es dabei alles zu beachten gibt.

Wertpapiersparen mit ETFs oder direkt in Aktien?

Sie kennen bereits die Vorteile von ETF-Sparplänen. Doch Wertpapiersparpläne gibt es nicht nur auf ETFs, sondern auch auf andere Finanzinstrumente. So bieten zahlreiche Direktbanken auch Aktien-Sparpläne an. Dabei investiert der Anleger regelmäßig einen bestimmten Betrag nicht breit gestreut in ETFs, sondern in bestimmte Einzelaktien.

Ziel ist es auch hier, sich über einen möglichst langen Zeitraum ein Vermögen aufzubauen. Mit dem Erwerb dieser Einzelaktien wird der Anleger Aktionär, sprich Miteigentümer des jeweiligen Unternehmens. Damit kommt er, sofern es im jeweiligen Jahr eine Gewinnausschüttung gibt, in den Genuss einer regelmäßigen Dividende. Anders als beim ETF, bei dem die jeweilige Fondsgesellschaft die Stimmrechte ausübt, kann der Anleger seine Stimmrechte auf der Hauptversammlung des Unternehmens selbst wahrnehmen.

Wie funktioniert ein Aktiensparplan?

Genau wie beim ETF-Sparen benötigt der Anleger auch beim Aktiensparen ein Depot bei einem Broker oder einer Direktbank. Bei vielen Anbietern sind Aktiensparpläne bereits ab einem regelmäßigen Betrag von 25 Euro möglich.

Je nach Direktbank werden hierbei unterschiedliche Einzahlintervalle angeboten (monatlich, viertel-, halb- oder jährlich). Die regelmäßige Einzahlsumme wird dann jeweils in die zuvor festgelegten Aktien investiert. Nicht jede Aktie kann allerdings auch bei jedem Anbieter angespart werden. Verschaffen Sie sich zuvor einen Überblick über die Produktpalette angebotener Aktien und die jeweiligen Konditionen.

Tipp: Über unsere Schnellsuche unterhalb der Navigation können Sie z.B durch die Eingabe von „Apple“ die Konditionen und Verfügbarkeit bei verschiedenen Banken zur Apple Aktie erfahren. Dies funktioniert mit allen derzeit rund 800 sparplanfähigen Aktien.

Vor- und Nachteile von Aktiensparplänen

Anders als bei ETFs oder aktiven Fonds investiert der Anleger direkt in die jeweiligen Aktien. Das hat zur Folge, dass hierbei keine zusätzlichen jährlichen Verwaltungskosten anfallen.

Aktiensparpläne eignen sich vor allem für risikobereite Anleger, welche die Gewinnaussichten des jeweiligen Unternehmens gut einschätzen können. Denn anders als bei ETFs investieren sie nicht breit gestreut in eine Vielzahl von Wertpapieren, sondern nur in ein einzelnes Unternehmenspapier oder einige wenige Aktien.

Ein Vorteil dabei: Bei selbständiger Auswahl können Sie sich auf die aus Ihrer Sicht attraktivsten Aktien fokussieren. Mit beispielsweise Investments in einige Technologieaktien wie Apple, Amazon oder Netflix hätte man in den vergangenen Jahren dreistellige Renditen erzielen können. Bei ETFs hingegen erhält der Anleger jeweils die Durchschnittsrendite aller Aktien.

Die Kehrseite der Medaille: Mit Einzelaktien geht der Anleger aber auch ein hohes Verlustrisiko ein, denn Aktien schwanken deutlich stärker als ETFs. Es besteht die Gefahr eines Totalverlustes im Falle einer Insolvenz oder von deutlichen Kursverlusten in Krisenzeiten oder bei Versagen des Unternehmensmanagements. Denn Sie sind Miteigentümer. Dafür haben Sie aber Mitspracherecht bei Hauptversammlungen.

Tipp: Wie sich unterschiedliche Renditen auf Ihre Performance auswirken kann, können Sie mit unserem „Rendite-Rechner“ in Erfahrung bringen.

Was kosten Aktien-Sparpläne?

Sinnvoll bleibt auch beim Aktiensparen ein Gebührenvergleich. Viele Anbieter offerieren dem Anleger ein kostenloses Depot. Neben den Ordergebühren, die sehr unterschiedlich sein können, wird bei Namensaktien auch häufig eine zusätzliche Gebühr für den Eintrag in das Namensregister fällig.

Unsere Aktiensparplan Empfehlungen

Wir empfehlen die folgenden Direktbanken für einen Aktiensparplan.
AnbieterAnzahl Aktienmind. SparrateBruchstücke möglichKosten 
Quelle: extraETF.com
Trade Republic1000ab 10 €Ja0,0 %Mehr Infos
S Broker814ab 50 €Nein2,50 %Mehr Infos
ING422ab 50 €Ja1,75 %Mehr Infos
Consorsbank422ab 25 €Ja1,50 %
Mehr Infos
Comdirect189ab 25 €Ja1,50 %Mehr Infos
Smartbroker89ab 125 €Nein0,20 % (mind. 0,80 €)Mehr Infos
Netbank70ab 50 €Ja1,75 %Mehr Infos
Targobank58ab 50 €Nein2,5 % (mind. 1,50 €, max. 3 €)Mehr Infos
Maxblue102ab 50 €Ja1,25 %Mehr Infos

Einmalanlage oder Aktiensparen?

Genau wie beim ETF-Sparen profitiert der Anleger durch sein regelmäßiges Investieren vom sogenannten Cost-Average-Effekt. Das bedeutet, der Anleger wird beim Aktiensparen davor bewahrt, den falschen Einstiegszeitpunkt zu erwischen. Sinken die Aktienkurse, erwirbt der Anleger mehr Aktien, steigen sie wieder, profitiert er an den Kursgewinnen der bereits erworbenen Aktien. Trotzdem macht es aber Sinn, einen Aktiensparplan abzuschließen bei einem möglichst sinkenden Kurs, so erhält der Anleger bei jeder weiteren Einzahlung mehr Aktien, so dass der Zinseszinseffekt sich aufgrund eines von Beginn an größerem Aktienbestande stärker bemerkbar macht. Eine Einmalzahlung ist bei sinkenden Kursen eher unvorteilhaft, weil man die Aktien dann zu teuer erworben hat.

Anders hingegen bei tendenziell steigenden Kursen. Hier ist natürlich ein Einstieg zu Niedrigkursen empfehlenswert. Der Anleger profitiert bei steigenden Kursen vom billigen Einstieg. Da Einzelaktien deutlich stärker schwanken als ETFs, macht sich dieser Effekt natürlich deutlich bemerkbarer als bei breit gestreuten börsengehandelten Indexfonds.

Welcher Einzahlintervall ist der geeignetste?

Der Durchschnittskosteneffekt wirkt natürlich am stärksten bei einem möglichst geringen Zeitintervall (monatlich). Allerdings fallen bei jeder Ausführung Ordergebühren an. Achten Sie deshalb auch auf die Kosten und bevorzugen Sie bei einer monatlichen Einzahlung Broker oder Direktbanken mit geringen Gebühren.

Einen vollständigen Überblick über die Angebote finden Sie in unserem Aktien-Sparplan-Vergleich.

Tipp: Bei Direktbanken können ETFs zu besonders günstigen Konditionen gehandelt werden. In unserem Broker-Vergleich haben wir die Konditionen der Banken zum Handel von ETFs gegenübergestellt und miteinander verglichen. Jetzt den Broker-Vergleich lesen!

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