Ideen für alle ETF-Sparplan-Raten

ETF-Sparpläne eignen sich hervorragend zum langfristigen Vermögensaufbau und sind für jeden Anleger empfehlenswert. Ein ETF-Sparplan ist schnell eingerichtet und kann bei ausgewählten Direktbanken sogar oft ohne Gebühren ausgeführt werden. Das Angebot ist vielfältig, es lohnt sich daher dennoch genau hinzusehen.

Kostenfreie ETF-Sparpläne sind oft ein Kompromiss

Viele Direktbanken bieten kostenfreie ETF-Sparpläne – sogenannte Aktions-ETFs – an. Grundsätzlich ist hier nichts einzuwenden, aber dennoch ist Vorsicht geboten. In der Regel sind das Marketingaktionen der ETF-Anbieter mit den Brokern und diese bestehen nicht für die Ewigkeit. Es ist sehr fraglich, ob in fünf Jahren die gleichen „Gratis-Aktionen“ immer noch gelten. Bestes Beispiel dafür sind die ComStage-ETFs. So endete 2017 deren Marketingaktion mit den meisten Brokern wie der Comdirect oder Consorsbank. Seit Januar 2018 können diese ETFs nun nicht mehr kostenfrei angespart werden. Weiter lassen sich bspw. ETFs von Xtrackers bei vielen Direktbanken kostenlos besparen. Bei einem Wechsel auf neue Aktions-ETFs für den Sparplan kann es dann aber durchaus vorkommen, dass der gewünschte ETF nicht mehr ausschüttend, sondern thesaurierend oder synthetisch statt physisch replizierend ist.

Tipp: Als Aktions-ETFs bezeichnet man ETFs, die bei Direkt- oder Filialbanken im Sparplan kostenfrei, also ohne Ausführungsgebühr, angespart werden können. Diese Aktionen sind allerdings meist zeitlich begrenzt. Hier finden Sie die aktuellen ETF-Aktionen der Direktbanken!

Ein anderes Beispiel ist OnVista. Hier sind alle ETFs kostenlos – es stehen den Anlegern allerdings dafür nur knapp 80 ETFs zur Verfügung (Update: Mittlerweile ca. 160 ETFs). Vielleicht fehlt hier genau der gewünschte ETF? Anleger mit Aktions-ETFs im Sparplan sollten also stets auf dem Laufenden bleiben! Aber ist das überhaupt notwendig? Bei angenommenen Ausführungskosten von 1,50 Prozent und einer monatlichen Sparrate von 150 Euro über 10 Jahre sind das Gebühren in Summe von 270 Euro bzw. 27 Euro pro Jahr. Jeder Anleger muss für sich selbst entscheiden, ob ihm ein ständiges Wechseln der Aktions-ETFs oder der Online-Broker das Wert ist. Auch kann es deutlich übersichtlicher sein, wenn genau ein ETF-Portfolio bei einem Broker angespart wird.

Letzten Endes geht es darum einen Index zu finden, den man besparen möchte. Erst dann sollte die konkrete ETF-Auswahl folgen. Möchte ein Anleger den MSCI World ansparen ist es erstmal zweitranging von welchen ETF-Anbieter der ETF gewählt wird. Was nämlich maßgeblich die langfristige Performance beeinflusst ist die Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, kurz: TER) und Tracking Difference (kurz: TD, Abweichung des ETFs vom zugrunde liegenden Index) des ETFs. Neben einer geringen TER sollte der ETF optimaler Weise auch noch ein Mindestfondsvolumen 100 Millionen Euro aufweisen. Der ETF läuft dann einfach weniger Gefahr aufgrund Unwirtschaftlichkeit geschlossen oder mit einem anderen ETF verschmolzen zu werden. Grundsätzlich ist es wichtig, dass sich langfristig orientierte Anleger mit den selbst gewählten ETFs wohlfühlen und dass diese zur persönlichen Strategie passen.

ETF-Sparpläne bereits ab 25 Euro im Monat

Die Comdirect, Consorsbank, Finvesto, Netbank und Wüstenrot bieten ETF-Sparpläne bereits ab 25 Euro an (Finvesto sogar schon ab 10 Euro). Dadurch wird Anlegern vor allem der Start zum Sparen erleichtert. Bei einer Rate von 25 bis 50 Euro werden Anleger mit einem Investment in den MSCI ACWI IMI die größte Diversifikation erzielen. Dieser Index enthält etwa 8.800 große, mittlere und kleine Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern und deckt damit ca. 99 Prozent des investierbaren Weltaktienmarktes ab. Mehr Diversifikation geht mit einem einzigen ETF nicht! Im Grunde kann auch jegliche Sparrate in diesen Index investiert werden. Eine Aufteilung in zwei oder mehr verschiedene ETFs kann aber auch Vorteile mit sich bringen.

Tipp:
Der MSCI World ist ein internationaler Aktienindex, der die Entwicklung von über 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern weltweit widerspiegelt.
Der MSCI ACWI bietet Zugang zu Aktien aus Industrie- und Schwellenländern weltweit. Der Index umfasst über 2.400 Werte und setzt sich aus 47 Länderindizes zusammen, davon 23 aus entwickelten Märkten und 24 aus Schwellenmärkten.
Der MSCI ACWI IMI enthält zusätzlich zum ACWI auch kleine Unternehmen und umfasst damit über 8.800 Werte aus Industrie- und Schwellenländern.

Eine Alternative stellen MSCI ACWI oder FTSE All-World dar. Das ist der gleiche Index nur ohne die kleinen Unternehmen (Small Caps). Der sehr populäre MSCI World enthält dagegen nur große und mittlere Unternehmen aus den Industriestaaten. Die Alternative hierzu ist der FTSE Developed World.

Sparplanideen mit nur einem ETF

Sparrate%Sinnvolle Indizes
ab 25 €100MSCI ACWI IMI / MSCI ACWI / MSCI World / FTSE All-World / FTSE Developed World

Der Klassiker: 70/30-Weltportfolio aus MSCI World und Emerging Markets

Eine der wohl bekanntesten und gleichzeitig beliebtesten Kombinationen sind je ein Sparplan auf den MSCI World und MSCI Emerging Markets (kurz: EM). Der Grund dafür ist, dass der MSCI World nur die Industriestaaten abdeckt. Mit einem weiteren ETF, der in Schwellenländer investiert, können Anleger somit in einen großen Teil der Welt investieren. Mit dieser Kombination werden etwa 85 Prozent des weltweit investierbaren Aktienmarktes nach Marktkapitalisierung im Portfolio abgedeckt. Alternativ bieten sich hier auch die Indizes FTSE Developed World und FTSE Emerging Markets an.

Eine empfohlene Aufteilung wäre 70 Prozent der Sparrate in den Weltindex und die restlichen 30 Prozent in Schwellenländer (EM). Eine Aufteilung nach dem globalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Regionen würde sogar ein 60/40-Portfolio ergeben. Also 60 Prozent MSCI World und 40 Prozent MSCI EM. Studien zeigten, dass eine Portfolioaufteilung nach dem globalen BIP eine bessere Performance erzielte als eine Aufteilung nach Markkapitalisierung. Bei einer 100 Euro Sparrate gingen also 70 bzw. 60 Euro in den MSCI World/FTSE Developed World und 30 bzw. 40 Euro in den MSCI Emerging Markets/FTSE Emerging Markets.

Grundsätzlich kann diese Kombination ohne schlechtes Gewissen mit jeglicher Sparrate durchgeführt werden. Ein Vorteil aus dieser Zwei-ETF-Kombination ist, dass jederzeit die Gewichtung von Industrieländern zu Schwellenländern angepasst werden kann. Bei dem MSCI ACWI sind Anleger grundsätzlich auf die Zusammenstellung der Gewichte des Indexanbieters angewiesen. Das wären aktuell etwa 88 Prozent Industriestaaten und 12 Prozent Schwellenländer.

Sparplanideen mit zwei ETFs

Sparrate%Sinnvolle Indizes%Sinnvolle Indizes
ab 75 €70 - 60MSCI World / FTSE Developed30 - 40MSCI EM / FTSE EM

Mehr Details zum 70/30-Portfolio

Ein Nachteil dieser Kombination ist die Ausklammerung der Small Caps. Möchte ein Anleger möglichst den kompletten Markt abbilden, so müssen auch die kleinen Unternehmen mit dabei sein. Zudem fungieren Small Caps historisch gesehen als Renditeturbo. Erweitern kann man die beiden ETFs mit dem MSCI World Small Caps und einem Austausch des MSCI EM mit dem MSCI EM IMI. Der MSCI EM IMI ist der gleiche Index, aber enthält auch Small Caps.

Mehrere ETFs pro Sparplanausführung nur bei hoher Sparrate

Für Anleger mit höheren Sparraten kann es sich anbieten, den Weltindex in Nordamerika, Europa und Schwellenländer aufzusplitten. Ein Grund hierfür ist, dass in den großen Indizes die europäische Region eher untergewichtet ist. Auch können einzelne Regionen besser nach dem Welt BIP aufgeteilt werden. Mit dem MSCI North America bzw. alternativ dem FTSE North America kann ein Investment in die USA und Kanada in das Portfolio inkludiert werden. Diese weisen je mit über 600 enthalten Unternehmen eine hohe Abdeckung der Large und Mid Cap Unternehmen aus. Aktuell gibt es zu diesen Indizes jedoch nur drei ETFs. Mehr sparplanfähige ETFs gibt es, wenn man Kanada ausschließt und den MSCI USA oder S&P 500 wählt. Beide Indizes sind praktisch identisch.

Mit dem STOXX Europe 600 wird der europäische Aktienmarkt abgedeckt. Enthalten sind große, mittlere und kleine Unternehmen aus 17 europäischen Ländern. Auch hier gibt es mit dem MSCI Europe eine fast inhaltsgleiche Alternative, allerdings ohne Small Caps.

Ergänzt wird das Portfolio wieder mit dem MSCI Emerging Markets. Eine beispielhafte Gewichtung nach dem BIP der einzelnen Regionen wäre 40 Prozent (Nord)Amerika, 30 Prozent Europa und 30 Prozent Schwellenländer. Diese Kombination ermöglicht mit nur einer einzigen Sparrate eine Investition in über 2.050 Aktien auf der ganzen Welt bei einer Portfolio-TER von gerade einmal 0,11 Prozent! Mit weiteren ETFs, wie dem MSCI USA Small Cap als Ergänzung und dem MSCI EM IMI anstelle dem MSCI Emerging Markets können zudem auch Small Caps mit abgedeckt werden.

Mehr Details zum 40/30/30-Portfolio

Ergänzt werden kann die Kombination noch mit weiteren ETFs, die bspw. in die Pazifik Region oder in die jeweils zugehörigen Small Caps je Region investieren. Eine sinnvoller Index besteht mit dem MSCI Pacific, welcher in fünf Länder (Japan, Australien, Hong Kong, Neuseeland und Singapur) investiert. Da es aktuell nur einen ETF auf diesen Index gibt, können Anleger, die viele ETFs nicht scheuen, auch eine Aufteilung in einen MSCI Pacific ex Japan und MSCI Japan IMI vornehmen, um etwa die Portfolio-TER zu senken oder eine größere ETF-Produktauswahl wünschen. Die Kombination der beiden wäre eine Zweidrittel plus Eindrittel Aufteilung. Die zusätzlichen ETFs machen allerdings nur bei sehr hohen Sparraten Sinn, da bei einer Mindestrate von 25 Euro die Gewichtungen sonst nicht eingehalten werden können.

Mehr Details zum 35/25/30/10-Portfolio

Anleihen-, Immobilien- und Rohstoff-ETFs für mehr Risikoreduktion

Die bisher betrachteten ETF-Sparpläne enthielten nur Aktien-ETFs und eignen sich vor allem für Sparer mit langem Anlagehorizont. Für Sparer, mit einer geringeren Anlagedauer oder einem Wunsch nach niedrigerer Aktienquote macht es Sinn, weitere Anlageklassen mit zu berücksichtigen. Anleihen können das Gesamtrisiko des Portfolios reduzieren, Rohstoffe noch weiter diversifizieren.

Eine Streuung mit mehreren ETFs funktioniert prinzipiell bereits recht gut ab einer Sparrate von 150 Euro. Für Anleger, die Kunde bei einem Online-Broker mit einer Mindestsparrate von 50 Euro sind, empfiehlt es sich erst ab einer höheren Sparrate, mehr als drei ETFs zu verwenden. Ein passender Anleihenindex findet sich mit dem Lyxor Euro MTS Highest Rated Macro-Weighted Govt Bond 1-3Y (DR) UCITS ETF (WKN: LYX0M0). Der Index besteht aus kurzlaufenden Staatsanleihen höchster Bonität aus dem Euroraum. Wichtig für die Diversifikation ist, dass Anleihen mehrerer unterschiedlicher Länder enthalten sind.

Für ein Rohstoffengagement eignet sich der Lyxor Commodities Thomson Reuters/CoreCommodity CRB TR UCITS ETF (WKN: A0JC8F). Der Index bildet ein umfangreiches Rohstoffportfolio ab. Enthalten sind Werte aus den Branchen Energie, Agrarrohstoffe, Grundmetalle, Edelmetalle und Vieh.

Machen viele ETFs pro Sparplanausführung Sinn?

Das bekannte Kommer-Weltportfolio (2011) besteht aus zehn verschiedenen Komponenten. Die kleinste Gewichtung in diesem Portfolio beträgt 3 Prozent, was bei einem Broker mit einer Mindestsparrate von 25 Euro eine Gesamtsparrate von etwa 833 Euro betragen würde, um das Kommer-Portfolio (2011) mit den korrekten Gewichten regelmäßig zu besparen. Wem das aber zu kompliziert ist oder den Aufwand des ständigen Anpassens und Rebalancings scheut, der könnte mit einem Portfolio-Konzept besser beraten sein.

Tipp: Portfolio-Konzepte sind Multi-Asset-ETFs bzw. Dachfonds, die in ETFs investieren. So können Anleger bereits mit einer einzigen Rate ab 25 Euro in ein weltweit und über alle Anlageklassen breit diversifiziertes ETF-Portfolio investieren. Hier finden Sie einen Anlageleitfaden zum Thema Multi-Asset-Portfolios.

Beispiele wären der ComStage Vermögenstrategie (WKN: ETF701, TER: 0,48) oder Xtrackers Portfolio Total Return (WKN: DBX0BT, TER: 0,70) bzw. Portfolio Income (WKN: A1C1G8, TER: 0,65). Der Preis für diese Vereinfachung spiegelt sich allerdings in höheren Gesamtkosten als beim selbsterstellten Portfolio wider.

Unsere ETF-Sparplan Empfehlungen

Wir empfehlen auf Basis unseres ETF-Sparplantests 2019 die folgenden Direkbanken.
AnbieterKosten bei 50 €Kosten bei 100 €Anzahl ETFs (kostenfrei) 
Quelle: extraETF.com, ETF-Sparplantest 2019
finvesto0,10 €0,20 €559Mehr Infos
Onvista Bank1,00 €1,00 €151 (151)Mehr Infos
comdirect0,75 €1,50 €590 (159)Mehr Infos
Consorsbank0,75 €1,50 €443 (247)Mehr Infos
DKB bank1,50 €1,50 €590 (138)Mehr Infos
Flatex1,60 €1,70 €776 (366)Mehr Infos

Tipps, und was es sonst noch zu beachten gilt

Nicht sparplanfähige ETFs trotzdem regelmäßig besparen

Eine Möglichkeit, um nicht sparplanfähige ETFs dennoch regelmäßig zu besparen, bietet sich für Onvista, Consorsbank, S-Broker und ING-Diba Kunden. Im Rahmen von Aktionen lassen sich viele beliebte ETFs gebührenfrei erwerben. Bei Onvista können sogenannte Free Buys im Rahmen des FreeBuy-Depots für regelmäßige Käufe genutzt werden. Zusätzlich bietet die Direktbank aktuell Aktion-ETFs an, welche ohne Ordergebühren gekauft werden können. Bei der ING-Diba sind ausgewählte ETFs ab 500 Euro Ordervolumen kostenfrei.

Bei der Anzahl der Aktions-ETFs für den gebührenfreien Einmalkauf liegt die Onvista mit 701 ETFs ganz vorne. Auch bei den 200 ETFs der ING-Diba lassen sich alle wichtigen Produkte finden. Kunden der Consorsbank können beim Kauf von 71 ETFs der Anbieter BNP, iShares und Lyxor sparen. Der S-Broker bietet 19 UBS-ETFs ohne Ordergebühren an. Der große Nachteil dabei ist, dass alle Transaktionen manuell ausgeführt werden müssen.

Fixpreis vs. variables Gebührenmodell – Was lohnt sich bei welcher Sparrate?

Bei einem ETF im Sparplan bietet sich vor allem für niedrige Sparraten ein variables Gebührenmodell an. Erst bei regelmäßigen Sparraten von über 100 Euro würde es in diesem Beispiel Sinn machen auf das Fixpreismodell von 1,50 Euro pro Sparrate umzusteigen.

Sparrate in EuroVariable: 1,50 %Fixpreis: 1,50 Euro
25,00 Euro0,38 Euro1,50 Euro
50,00 Euro0,75 Euro1,50 Euro
75,00 Euro1,13 Euro1,50 Euro
100,00 Euro1,50 Euro1,50 Euro
125,00 Euro1,88 Euro1,50 Euro
150,00 Euro2,25 Euro1,50 Euro
175,00 Euro2,63 Euro1,50 Euro
200,00 Euro3,00 Euro1,50 Euro
225,00 Euro3,38 Euro1,50 Euro
250,00 Euro3,75 Euro1,50 Euro

Ähnlich sieht das Bild bei zwei ETFs im Sparplan aus. Im Beispiel wird die Gesamtsparrate in zwei gleiche Anteile aufgeteilt. Mathematisch ist ein Fixpreismodell ab Sparraten von 200 Euro günstiger als das variable Modell.

Gesamtsparrate in EuroAnteil ETF 1Anteil ETF 2Variable: 1,50 %Fixpreis: 1,50 Euro
50,00 Euro25,00 Euro25,00 Euro0,75 Euro3,00 Euro
75,00 Euro37,50 Euro37,50 Euro1,13 Euro3,00 Euro
100,00 Euro50,00 Euro50,00 Euro1,50 Euro3,00 Euro
125,00 Euro62,50 Euro62,50 Euro1,88 Euro3,00 Euro
150,00 Euro75,00 Euro75,00 Euro2,25 Euro3,00 Euro
175,00 Euro87,50 Euro87,50 Euro2,63 Euro3,00 Euro
200,00 Euro100,00 Euro100,00 Euro3,00 Euro3,00 Euro
225,00 Euro112,50 Euro112,50 Euro3,38 Euro3,00 Euro
250,00 Euro125,00 Euro125,00 Euro3,75 Euro3,00 Euro

Bei insgesamt drei ETF-Sparplänen fahren Anleger ab einer Sparrate von über 300 Euro mit einem Fixpreismodell günstiger.

Gesamtsparrate in EuroAnteil ETF 1Anteil ETF 2Anteil ETF 3Variable: 1,50 %Fixpreis: 1,50 Euro
75,00 Euro25,00 Euro25,00 Euro25,00 Euro1,13 Euro4,50 Euro
100,00 Euro40,00 Euro30,00 Euro30,00 Euro1,50 Euro4,50 Euro
125,00 Euro50,00 Euro50,00 Euro25,00 Euro1,88 Euro4,50 Euro
150,00 Euro50,00 Euro50,00 Euro50,00 Euro2,25 Euro4,50 Euro
175,00 Euro75,00 Euro50,00 Euro50,00 Euro2,63 Euro4,50 Euro
200,00 Euro75,00 Euro75,00 Euro50,00 Euro3,00 Euro4,50 Euro
225,00 Euro75,00 Euro75,00 Euro75,00 Euro3,38 Euro4,50 Euro
250,00 Euro100,00 Euro75,00 Euro75,00 Euro3,75 Euro4,50 Euro
275,00 Euro100,00 Euro100,00 Euro75,00 Euro4,13 Euro4,50 Euro
300,00 Euro100,00 Euro100,00 Euro100,00 Euro4,50 Euro4,50 Euro

ETF-Sparplangebühren reduzieren

Wenn Sie bei einer Direktbank mit einer fixen Sparplangebühr sind, können Sie durch eine Änderung des Sparplanintervalls deutlich sparen.

Ein Beispiel: Nehmen wir an Sie zahlen unabhängig der Sparrate 1,50 Euro an Gebühren pro Ausführung. Aktuell würden Sie bei einem monatlich Intervall insgesamt 18 Euro an Gebühren pro Jahr zahlen. Das würde bei einer Sparrate von 100 Euro eine Gebühr von 1,50 Prozent zur Sparsumme ausmachen.

MonatJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDezSumme
Rate1001001001001001001001001001001001001.200
Gebühr1,501,501,501,501,501,501,501,501,501,501,501,5018,00
Rate--300--300--300--3001.200
Gebühr--1,50--1,50--1,50--1,506,00
Alle Angaben in Euro

Durch einen Wechsel auf eine quartalsweise Ausführung können die Gebühren auf gerade mal 6 Euro reduziert werden. Das sind nur noch 0,50 Prozent Gebühren im Verhältnis zur Sparsumme! Je höher die Sparrate, desto mehr macht sich der Effekt von fixen Gebühren bemerkbar. Deshalb kann es sich ab Sparraten von mehr als 100 Euro monatlich bereits lohnen Direktbanken mit einer fixen Gebühr denen mit einer variablen Gebühr (von bspw. 1,50 Prozent der Sparsumme) vorzuziehen.

Neben der Mindestsparrate sollten sich Anleger auch über die möglichen Sparplanintervalle, der Dynamisierung von Raten und die automatische Wiederanlage von Ausschüttungen Gedanken machen.

Viel wichtiger als die prozentuale Gewichtung der einzelnen ETFs oder der ETF-Auswahl selbst ist der Start des Sparens. Vor allem für die jüngeren Generationen. Lieber mit einem ganz einfachen, aus ein oder zwei ETFs bestehenden, Weltportfolio beginnen, als zu viel Zeit mit der Kombination von exotischen ETFs zu verbringen. Der Faktor Zeit ist viel wichtiger als eine ausgefallene ETF-Kombination. Viel Spaß beim Sparen!

ETF-Empfehlungen für jeden Index

In dieser Tabelle finden Sie für jeden Index die vom EXtra-Magazin empfohlenen ETFs für einen Sparplan (Auswahl).

IndexETF NameWKNTERAusschüttendSparplan Vergleich
MSCI ACWI IMISPDR MSCI ACWI IMIA1JJTD0,40 %NeinSparplanvergleich
FTSE All-WorldVanguard FTSE All-WorldA1JX520,25 %JaSparplanvergleich
MSCI ACWISPDR MSCI ACWIA1JJTC0,40 %NeinSparplanvergleich
MSCI WorldiShares Core MSCI WorldA0RPWH0,20 %NeinSparplanvergleich
MSCI WorldHSBC MSCI WorldA1C9KK0,15 %JaSparplanvergleich
FTSE Developed WorldVanguard FTSE Developed WorldA12CX10,18 %JaSparplanvergleich
MSCI Emerging Markets IMIiShares Core MSCI EM IMIA111X90,18 %NeinSparplanvergleich
MSCI Emerging MarketsXtrackers MSCI Emerging MarketsA12GVR 0,20 %NeinSparplanvergleich
FTSE Emerging MarketsVanguard FTSE Emerging MarketsA1JX510,25%JaSparplanvergleich
FTSE North AmericaVanguard FTSE North AmericaA12CXY0,10 %JaSparplanvergleich
MSCI USAXtrackers MSCI USAA1XB5V0,07 %NeinSparplanvergleich
S&P 500iShares Core S&P 500A0YEDG0,07 %NeinSparplanvergleich
S&P 500Vanguard S&P 500A1JX530,07 %JaSparplanvergleich
STOXX Europe 600Lyxor STOXX Europe 600LYX0Q00,07 %NeinSparplanvergleich
STOXX Europe 600iShares STOXX Europe 6002635300,20 %JaSparplanvergleich
MSCI EuropeSPDR MSCI EuropeA1191Q0,25 %NeinSparplanvergleich
FTSE Developed EuropeVanguard FTSE Developed EuropeA1T8FS0,12 %JaSparplanvergleich
Alle hier aufgeführten ETFs sind physisch replizierend und haben ein Fondsvolumen größer 100 Mio. Euro.

Hinweis: Bevorzugt wurden ETFs mit einer physischen Replikation, möglichst hohen Assets under Management, einer niedrigen Gesamtkostenquote (TER) und einer gewissen Anzahl an Sparplanmöglichkeiten.