Low-Cost-Broker | Günstiger Wertpapierhandel

Seitdem das kalifornische Start-Up Robinhood 2013 zum ersten Mal Aktienhandel zum Nulltarif ermöglichte und damit im Markt der etablierten (Online-) Broker für Aufsehen sorgte, locken immer mehr US-amerikanische Anbieter mit null (oder sehr geringen) Gebühren beim Online-Handel von Aktien. Das war die Geburtsstunde der sogenannten Low-Cost-Broker.

Dieser „Konkurrenzkampf” findet nun auch in Deutschland statt. Da der Wettbewerb zwischen den Brokern vor allem über Gebührensenkungen ausgetragen wird, stehen die Banken vor einem Dilemma: Auf der einen Seite verdienen sie durch Wertpapiertransaktionen immer weniger Geld, auf der anderen Seite müssen sie hohe Investitionen tätigen, um technologisch auf der Höhe zu bleiben und die wachsenden (digitalen) Bedürfnisse ihrer Kunden zu befriedigen.

Das wirft ein paar Fragen auf: Warum können Low-Cost-Broker wie Smartbroker, Gratisbroker, Trade Republic, Scalable Capital und Justtrade so niedrige Kosten anbieten? Wie können diese Low-Cost-Broker wirtschaften, wenn sie einen Wertpapierhandel zum Nulltarif anbieten? Können sie dann überhaupt ein gleichwertiges Angebot liefern wie andere Broker auch? Um diese (und andere) relevanten Fragen zu beantworten, haben wir das Angebot der Low-Cost-Broker etwas genauer unter die Lupe genommen.

Was leisten die neuen Online-Broker?

Die Depotführung ist bei allen Low-Cost-Brokern völlig kostenfrei. Wie können sie sich das leisten? Die zentrale Idee hinter den Low-Cost-Brokern ist, ihren Kunden ein gutes Angebot bereitzustellen, es aber gleichzeitig einzuschränken, um so einige Kosten einzusparen. Diesbezüglich bildet nur Smartbroker eine Ausnahme (dazu später mehr). Durch diese Einschränkungen weisen die Low-Cost-Broker deutlich weniger Produkte auf, die sich auch an weniger Börsen handeln lassen. Dadurch können sie aber günstigere Konditionen anbieten als klassische Banken/Broker.

Trade Republic – Jeder Trade 1 Euro

Der Low-Cost-Broker Trade Republic (Zum Testbericht) zeichnen sich vor allem durch ein sehr einfach zu verstehendes Geschäftsmodell aus: Jede Transaktion kostet einen Euro – immer. Zudem gibt es eine große Anzahl an kostenfreien ETF-Sparplänen. Dafür ist das Angebot deutlich eingeschränkt. Es können zum Beispiel nur ETFs des Anbieters iShares gehandelt werden. Zusammen mit den Aktien können aber dennoch 7.800 Wertpapiere gehandelt werden. Hinzu kommen noch 40.000 Optionsscheine und Hebelprodukte des Anbieters HSBC. Gut zu wissen: Der Handel erfolgt bei Trade Republic komplett über eine App.

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Smartbroker – Jeder Trade 4 Euro

Beim Konkurrenten Smartbroker (Zum Testbericht) sind es vier Euro pro Transaktion (zuzüglich Börsenplatzentgelte). Das erleichtert es Anlegern, auch mal kleine Transaktionen durchzuführen und schneller zu traden, da die Gebühren im Vergleich zu klassischen Banken (zehn Euro pro Transaktion und mehr) deutlich geringer sind. Großes Plus: Man kann beim Smartbroker an allen deutschen Börsen, im Direkthandel und über Xetra handeln. Zudem sind unzählige außerbörsliche Handelsplätze angeboten. Depotgebühren fallen nur an, wenn das Kontoguthaben im Verhältnis zum Depotwert eine bestimmte Grenze überschreitet.

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Scalable Capital – Flat-Fee-Trading 0 Euro oder 0,99 Euro

Mit Scalable Capital (Zum Testbericht) Broker können Anleger derzeit rund 10.000 Aktien, ETFs und Investmentfonds über den Börsenplatz Gettex handeln. Anleger können aus drei verschiedenen Depot-Modellen wählen. Das Modell „Free-Broker“ ist kostenfrei. Für jede Wertpapiertransaktion werden aber 0,99 Euro berechnet. Inklusive ist ein kostenfreier ETF-Sparplan. Die Modelle „PRIME Broker“ und „PRIME Broker flex“ kosten 2,99 Euro bzw. 4,99 Euro pro Monat. Wobei beim Modell „PRIME Broker“ die Kosten auf einmal – also 35,88 Euro – in Rechnung gestellt werden. Das Modell „PRIME Broker flex“ ist monatlich kündbar. Bei diesen Preismodellen sind sämtliche Wertpapiertransaktionen ab 500 Euro Ordervolumen und auch alle ETF-Sparpläne kostenfrei. Ein Top-Angebot für Sparer und Trader.

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Justtrade – Handel zum Nulltarif

Bei Justtrade entfällt die Ordergebühr sogar komplett, aber man muss mindestens für 500 Euro oder mehr Wertpapiere kaufen bzw. verkaufen, damit keine Gebühren anfallen. Bei Justtrade können Anleger Aktien über LS Exchange und Quotrix handeln. Im Bereich Derivate sind die Emittenten Citibank, Societe Generale, UBS und Vontobel angebunden. Negativ ist eine negative Kontoverzinsung in Höhe von 0,50 % pro Jahr.

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Gratisbroker – Handel zum Nulltarif

Auch beim Gratisbroker entfällt die Ordergebühr, auch hier muss man für mindestens 500 Euro oder mehr Wertpapiere kaufen bzw. verkaufen, damit keine Gebühren anfallen. Zudem fallen keine Fremdkostenpauschalen oder Handelsplatzentgelte an. Die Orderausführung erfolgt über die Börse gettex. Zudem können neben ETFs von DWS und Amundi mehr als 2.100 reguläre Investmentfonds gekauft werden. Für aktive Anleger stehen auch Optionsscheine und Zertifikate des Emittenten HSBC zur Verfügung.

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Low-Cost-Broker im Überblick

Die Low-Cost-Broker unterscheiden sich hinsichtlich Angebot und Kosten zum Teil deutlich. Der Smartbroker hat zwar nicht die günstigsten Gebühren, dafür aber ein insgesamt rundes Angebot.

 SmartbrokerTrade RepublicScalable CapitalJusttradeGratisbroker
Depotgebühr0,00 Euro0,00 Euro0,00 Euro0,00 Euro0,00 Euro
Guthabenzinsen- 0,50 % ab 15 % Cashquote vom Depotwert0,00 % p.a.0,00 % p.a.- 0,50 %0,00 %
Ordergebühren4,00 Euro (zzgl. Börsenplatzentgeld)0 Euro + 1 Euro Fremdkostenpauschale0 Euro (Prime)
0,99 Euro (Free)
0,00 Euro0,00 Euro
Mindestordervolumenkeineskeines500 Euro500 Euro500 Euro
Handelsplätze11 dt. Börsen
19 ausl. Börsen
15 Direkthandelspartner
LS ExchangeGettexLS Exchange, Quotrix
4 Direkthandelspartner
Gettex
ETF-Angebotallemehr als 500allemehr als 1.100
plus 100 ETCs
rund 300
ETF-AnbieteralleiShares, WisdomTreealleAmundi, Lyxor, iShares, UBS, VanEck, Vanguard, XtrackersAmundi, Xtrackers
ETF-Sparplan Angebotja (563 ETFs)ja (310 ETFs)ja (1.300 ETFs)neinnein
ETF-Sparplan UmfangLyxor, iShares, SPDR, Vanguard, Xtrackers, BNP, AmundiiSharesalle--
ETF-Sparplan Kosten0,20 %, mind. 0,80 Euro,
289 ETFs kostenfrei
0,00 Euro0,00 Euro (Prime)
0,99 Euro (Free)
--
Min/Max. Rate25 Euro / 3.000 Euro25 Euro / 5.000 Euro25 Euro / 5.000 Euro--
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Quelle: extraETF.com, Stand: 23.06.2020

Welche Einschränkungen gibt es?

Dadurch dass bei Low-Cost-Brokern alles mit spitzer Feder kalkuliert ist, müssen Kunden generell gewisse Einschränkungen hinnehmen, insbesondere was das Angebot an Produkten anbelangt bzw. die Anzahl der Börsenplätze, an denen gehandelt werden kann. Die Einschränkungen sind allerdings je nach Broker verschieden.

So viel Gebühren kann man mit Low-Cost-Brokern sparen

Dazu ein Beispiel: Wenn man 5.000 Euro investiert und einen Gewinn von sagen wir 50 Euro eingefahren hat, könnte man das Wertpapier kostengünstig verkaufen.

Bei Trade Republic würden bei diesem Szenario zwei Euro Gebühren anfallen, ein Euro für den Kauf ein Euro für den Verkauf. Bei Smartbroker würden acht Euro anfallen. Zum Vergleich: Bei der DKB würden schon 20 Euro anfallen. Bei Comdirect sogar 34 Euro. Der Gewinn würde von den Ordergebühren bei klassischen Brokern also deutlich geschmälert.

Ordervolumen:Scalable CapitalTrade RepublicSmartbrokerJusttradeGratisbrokerComdirectDKB
1.000 Euro0,99 Euro / 0,00 Euro1,00 Euro4,00 Euro0,00 €0,00 €9,90 €10,00 €
5.000 Euro0,99 Euro / 0,00 Euro1,00 Euro4,00 Euro0,00 €0,00 €17,40 €10,00 €
10.000 Euro0,99 Euro / 0,00 Euro1,00 Euro4,00 Euro0,00 €0,00 €29,90 €10,00 €
Quelle: extraETF.com

Handel an wenigen Börsenplätzen – Ausnahme: Smartbroker

Die Finanzprodukte von Trade Republic sind bislang nur an einem einzigen Börsenplatz handelbar: LS Exchange. Ein Handel an der Frankfurter Börse oder auf Xetra wird nicht angeboten. Ähnlich ist es bei Scalable Capital. Dort ist der Handel nur über den Börsenplatz Gettex möglich. Bei Justtrade ist das Angebot schon etwas ausgeweitet: Anlegern stehen zwei Handelsplätze und zwei außerbörsliche Partner zur Verfügung. Gratisbroker bietet wiederum nur einen Handelsplatz: Gettex, das außerbörsliche Handelssystem der Börse München.

Nur Smartbroker tanzt hier aus der Reihe: Die Depots bei Smartbroker werden von der DAB Bank (BNP Paribas) verwaltet und somit stehen Anlegern alle Inlandsbörsen, 16 außerbörsliche Plätze und 19 Auslandsbörsen zum Handeln offen. Im Sinne von möglichen Handelsplätzen ist das Angebot also umfangreich, aber das hat natürlich seinen Preis: Smartbroker ist im Vergleich um 3 bis vier Euro pro Transaktion teurer als die anderen Low-Cost-Broker, aber immer noch wesentlich günstiger als die meisten Etablierten auf dem Markt. Das zeigt: Je komplexer das Angebot wird, desto teurer wird in der Regel auch der Broker.

Tipp: Wenn Sie mehr über die wichtigsten Börsenplätze erfahren möchten, dann sollten Sie unseren Artikel „Börsenplätze im Vergleich: Wo Sie als Privatanleger handeln sollten“ lesen.

Wie begrenzt ist das Angebot der Low-Cost-Broker?

Bei allen Low-Cost-Brokern können Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen und Zertifikate gehandelt werden. Auch kostenlose ETF-Sparpläne gehören bei zwei Low-Cost-Brokern zum Angebot. Die wesentliche Einschränkung besteht darin, dass die ETF-Produkte nur von ausgewählten ETF-Anbietern gehandelt werden können, aber keineswegs von allen Anbietern. Klein ist das Angebot aber trotzdem nicht:

  • Bei Scalable Capital sind über 1.300 ETFs von allen ETF-Anbietern handelbar und auch sparplanfähig.
  • Bei Trade Republic sind über 500 ETFs von iShares handelbar, etwa 300 ETFs davon sind sparplanfähig.
  • Bei Justtrade stehen Anleger rund 1.000 ETFs (inklusive ETCs) zur Verfügung. Sparpläne sollen erst noch kommen.
  • Bei Gratisbroker sind 300 ETFs von DWS und neuerdings auch von Amundi handelbar – Sparpläne werden (noch) nicht angeboten.
  • Beim Smartbroker gibt es etwa 600 ETFs im Rahmen eines Sparplans, wovon sogar aktuell 295 ETFs der Anbieter Amundi, Xtrackers, Lyxor und iShares kostenfrei angespart werden können.

Für wen sind Low-Cost-Broker nicht zu empfehlen?

Insbesondere für internetaffine Menschen, die ihre Finanzen gerne nur Online verwalten und natürlich für Vieltrader stellen die Low-Cost-Broker eine sinnvolle Alternative dar. Aber sie machen keinen Hehl daraus, dass ihre Kunden bei Zusatzangeboten und vor allem beim Service Abstriche hinnehmen müssen. Kunden, die den persönlichen Kontakt zu Bankberatern wertschätzen, werden vielleicht einen klassischen Broker bevorzugen, der ihnen 24/7 zur Verfügung steht, Kreditkarten rausgibt und sonstige über das reine Trading hinausgehende Dienstleistungen wie ein Girokonto bietet. 

Das gilt natürlich auch für Anleger, die auf ein ausgewogenes Angebot über alle Kategorien hinweg Wert legen. Und wer regelmäßig einen Sparplan besparen möchte, kann dies ohnehin (bislang) nur bei Trade Republic und Smartbroker tun, was natürlich bloß Sinn macht, wenn der jeweilige Low-Cost-Broker den gewünschten Aktien-, Anleihen, Rohstoff oder Immobilien-ETF überhaupt führt. Denn nur dann stellen Low-Cost-Broker – gegenüber klassischen Brokern – eine kostengünstige Alternative dar.

Wie wähle ich einen Online-Broker aus?

Anleger, die trotz gewisser Einschränkungen in puncto Service und Angebot trotzdem mit einem Low-Cost-Broker liebäugeln sollten, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können, folgende Fragen für sich beantworten und mit den verschiedenen Brokern abgleichen:

1.Wie sieht meine Anlagestrategie aus?
2.Wie wichtig ist mir das Thema Sparen zum Vermögensaufbau?
3.Wie möchte ich künftig handeln (Mobil, Desktop, externe Plattformen)
4.In welche Wertpapiere möchte ich investieren? ETFs? Aktien? Anleihen? Optionsscheine?
5.Welche Börsenplätze sind für mich wichtig?
6.Welches Ordervolumen habe ich im Durchschnitt?
7.Möchte ich ein Gemeinschaftsdepot, Einzeldepot oder Kinderdepot eröffnen?
8.Wie wichtig ist mir der Kundenservice (z. B. persönlicher Ansprechpartner, Hotline, etc.)?
Quelle: extraETF.com

Je nach persönlicher Schwerpunktsetzung kommen dann eben nicht nur Low-Cost-Broker in Frage.

Tipp: Bei Direktbanken können ETFs zu besonders günstigen Konditionen gehandelt werden. In unserem Broker-Vergleich haben wir die Konditionen der Banken zum Handel von ETFs gegenübergestellt und miteinander verglichen. Jetzt den Broker-Vergleich lesen!

Auf welche „Kostenfallen” / Gebühren sollten Anleger achten?

Besonders bei Rabattaktionen, die zeitlich befristet sind, sollten Anleger genau hinschauen. Oft handelt es sich dabei um Lockangebote, die insbesondere, wenn man einen Sparplan über Jahrzehnte bespart, in puncto Rendite keinen nennenswerten Unterschied ausmachen. Besonders wenn Anleger auf exklusiven Service Wert legen, muss klar sein, dass der Broker dafür ein bisschen mehr verlangen muss. Andererseits spricht natürlich nichts dagegen „laufende Kosten” so gering wie möglich zu halten, denn unterm Strich zählt am Ende die Rendite. 

Neben der bei Low-Cost-Brokern kostenlosen Depotgebühr gibt es natürlich weitere Kosten, die Anleger bei ihrer Gesamtkalkulation berücksichtigen sollten:

1.Kosten für Depotführung
2.Kosten für die Orderausführung bzw. Limitgebühren
3.Fremdkosten je Börsenplatz (börslich, außerbörslich)
4.Kosten bei Dividendenzahlungen, Ausschüttungen oder BescheinigungenNegativzinsen auf Verrechnungskonto
5.Rabattaktionen bzw. spezielle Gebührenmodelle
Quelle: extraETF.com

Hat man all diese Kostenpunkte ausfindig gemacht, kann man eine fundierte Entscheidung treffen, bei welchen Broker man sein Sparvorgaben am kosteneffizientesten realisieren. 

Wie sicher sind die Online-Broker?

Da alle getesteten Online-Broker sowie auch die neuen Low-Cost-Broker mit klassischen Bankinstituten zusammenarbeiten, können sie als sicher angesehen werden.

Trade Republic etwa arbeitet mit HSBC als Abwicklungsbank zusammen und zudem als Wertpapierhandelsbank lizensiert und wird damit direkt von der BaFin überwacht. Justtrade vermittelt ihre Kunden an die Sutor Bank, Gratisbroker an die Baader Bank AG. Smartbroker arbeitet mit der DAB, einer Tochter von BNB Paribas zusammen.

Da die Low-Cost-Broker also allesamt mit Banken zusammenarbeiten, die schon seit langem etabliert sind, müssen Anleger auch auf die wichtigsten „Basics” nicht verzichten. Themen wie die Jahressteuermitteilung, Berechnung der Abgeltungsteuer oder Freibeträge sind klar geregelt wie bei jeder anderen Bank auch.

Es gibt also gute Gründe anzunehmen, dass das Geld von Anlegern sicher verwahrt wird. Diese lauten:

1.Wenn Online-Broker durch Voll- oder Wertpapierhandelsbanken reguliert sind, werden sie auch direkt durch die BaFin überwacht.
2.Werden sie über „Depotvermittler“ reguliert, so wird die Partnerbank ebenfalls von der BaFin überwacht, genauso wie die Depotvermittler selbst, wenn auch mit etwas niedrigeren Anforderungen bzw. indirekt.
3.Die Bank bzw. Partnerbank garantiert eine Einlagensicherung der Guthaben.
4.Die Wertpapiere des Depots werden für Kunden treuhänderisch verwaltet.
5.Der Zugang zum Depot erfolgt via Zwei-Faktor-Authentisierung (Login + Freigabe über Smartphone, etc.)
6.Jede Transaktion erfolgt über gesicherte Verfahren wie AppTAN, ChipTAN, FaceID, PhotoTAN, QRTAN usw.
7.Die Eröffnung eines Depots findet via VideoIdent oder PostIdent statt.
Quelle: extraETF.com

Fazit: Warum und wie können Low-Cost-Broker so günstig sein?

Anleger können bei Low-Cost-Brokern lediglich Wertpapiere handeln. Klassische Banken bieten ihren Kunden ein Girokonto und / oder Kreditkarten. Dort können Anleger auch aktive Fonds kaufen oder ein Robo-Advisor-Angebot nutzen. Unterm Strich bieten klassische Banken also viele Service-Angebote, die Low-Cost-Broker nicht bieten können bzw. auch gar nicht bieten wollen.

Denn dass die Low-Cost-Broker ihr Produktangebot und die Auswahl der Börsenplätze einschränken, folgt natürlich einem Kalkül und damit ist Frage, wie und warum Low-Cost-Broker so günstige Konditionen anbieten können im Grunde schon gelöst: Die Börsen bzw. Handelsplätze zahlen für jede erfolgreich vermittelte Order Rückvergütungen an die Broker. Viele klassische Banken behalten die Vergütung für sich und verlangen vom Kunden eine eigene Gebühr für jede auszuführende Order. 

Anders die Low-Cost-Broker: Diese verwenden die Rückvergütungen der Börse (zumindest zum Teil) dafür, um die Orderprovisionen und Depotgebühren dauerhaft gering zu halten. Der verbleibende Teil der Rückvergütungen wird in den Ausbau und die kontinuierliche Verbesserung des (digitalen) Angebots investiert. Und da es sich bei den Low-Cost-Brokern um seriöse Unternehmen handelt, stellen sie mit Sicherheit eine Bereicherung für Privatanleger dar, allein weil sie für ordentlich Wettbewerbsdruck sorgen. Doch das können sie auf Dauer natürlich nur aufrechterhalten, wenn sie eine nennenswerte Anzahl an Kunden gewinnen. Denn am Ende verdienen Low-Cost-Broker ihr Geld dann, wenn sie viele Kunden haben, die möglichst viele Transaktionen ausführen. Dann – und nur dann – können sie ihr Angebot niedrig halten oder gar kostenlos anbieten.

Unsere Low-Cost-Broker Empfehlungen

Wir empfehlen im Bereich der Low-Cost-Broker folgende Anbieter.
AnbieterKosten bei 1.000 €Kosten bei 5.000 €Depotgebühr 
Quelle: extraETF.com, ETF-Broker-Vergleich 2020
Scalable Capital0,00 € (0,99 €)0,00 € (0,99 €)KeineMehr Infos
Trade Republic1,00 €1,00 €KeineMehr Infos
Smartbroker4,00 €4,00 €Verwahrentgeld wenn zu viel CashbestandMehr Infos

Video-Tipp: So finden Sie den richtigen Online-Broker

Tipp: Bei Direktbanken können ETFs zu besonders günstigen Konditionen gehandelt werden. In unserem Broker-Vergleich haben wir die Konditionen der Banken zum Handel von ETFs gegenübergestellt und miteinander verglichen. Jetzt den Broker-Vergleich lesen!