Wer jetzt noch überlegt in ETFs einzusteigen, sollte diese 5 Fakten kennen

ETFs boomen! Doch noch immer gibt es Zweifler. Wenn Sie immer noch nicht sicher sind, ob Sie in ETFs investieren sollen, werden Sie diese 5 Fakten endlich überzeugen.  

Man mag es kaum glauben, doch es gibt sie immer noch: die Zweifler. Die Zweifler, ob ETFs die richtige Form der Geldanlage ist. Doch eins ist klar: Wer sich heute bei der Geldanlage noch für aktive Investmentstrategien entscheidet, übersieht einen entscheidenden Punkt. Nämlich, dass über 95 Prozent der aktiv verwalteten Fonds es allein im letzten Jahr nicht geschafft haben, den S&P 500 zu schlagen. Das geht aus einer Studie der führenden Ratingagentur Standards & Poor hervor. 

Es erstaunt daher nicht, dass das passive Anlegen – mit ETFs – in den vergangenen Jahren nicht nur bei privaten, sondern gerade bei institutionellen Anlegern an Beliebtheit gewonnen hat. Also, liebe Zweifler, aufgepasst: Hier kommen fünf Totschlag-Argumente, weshalb ETFs der perfekte Start für Börsenneulinge sind. Diese dürften jeden Zweifler restlos überzeugen.

Breite Streuung zu niedrigen Kosten

Einer der größten Erfolgsfaktoren beim Investieren ist die Diversifikation. Das hat bereits Harry Markowitz 1952 in seiner modernen Portfoliotheorie erklärt. Durch die Allokation von Vermögen auf verschiedene Anlageklassen, Branchen und Regionen wird die Rendite-Risiko-Struktur im Portfolio optimiert und der langfristige Anlageerfolg maximiert.

Wer auf Einzelaktien setzt, muss sehr viel einkaufen und Ordergebühren zahlen, von denen am Ende der Broker und weniger der Anleger profitiert. Hier kommen ETFs ins Spiel. Anstatt den Versuch zu wagen, über Stock-Picking-Strategien den Markt zu schlagen, folgen Anleger mit einem ETF dem Markt. Die Rendite orientiert sich 1:1 an der Entwicklung des zugrundeliegenden Indizes. Anstatt alle 30 Dax-Unternehmen einzeln zu kaufen, können Anleger einen ETF auf den Dax kaufen – aus Kostensicht ein großer Vorteil.

Bei Anlegern sehr beliebt sind ETFs auf den MSCI World (ACWI) in Kombination mit dem MSCI World EM (Schwellenländer). Mit einem Kauf investieren Sie mit diesen ETFs direkt in Tausende von Wertpapieren. Die breite Vermögensverteilung und gleichzeitige Reduktion von Einzelrisiken sind das für mich größte Argument für ETFs.

Die Kosten von ETFs werden zukünftig weiter sinken

Einer der wenigen Faktoren, die Anleger kontrollieren können, sind die Kosten. Je niedriger, desto besser. ETFs sind die kostengünstige Art, Vermögen breit anzulegen. Die jährlichen Gebühren eines Indexfonds liegen meist in einer Spanne zwischen 0,20 und 0,80 Prozent. Für Anleger bedeuten niedrige Kosten, dass am Ende des Tages mehr von der Rendite für sie übrigbleibt.

Der aktuelle Trend deutet darauf hin, dass ETFs zukünftig noch günstiger werden. Da Indizes lediglich nachgebildet werden, ist ein aktives Fondsmanagement nicht notwendig. Das führt dazu, dass die Personalkosten sehr niedrig sind und ETF-Anbieter trotz niedriger Gebühren profitabel sind. Außerdem erhöhen sich die laufenden Verwaltungskosten durch eine größere Anzahl an Anlegern nicht – es führt jedoch dazu, dass die Herausgeber der Indexfonds mit steigendem Volumen immer profitabler werden. Das ermöglicht es ihnen wiederum, die Kostenvorteile an ihre Anleger weiterzugeben.

Durch die zunehmende Beliebtheit steigt auch die Konkurrenz zwischen den ETF-Anbietern, was sich logischerweise auf die Gebührenstrukturen auswirkt – Anleger profitieren vom Preiskampf.

Flexibilität, Liquidität und Sparplanfähigkeit

ETFs sind während der Börsenöffnungszeiten einfach handelbar und können wie Aktien kostengünstig bei jedem (Online-)Broker gekauft werden. Klassische Fonds können im Normallfall nur einmal am Tag gehandelt werden.

Außerdem besteht für Privatanleger über Sparpläne die Möglichkeit, ihr ETF-Portfolio regelmäßig zu besparen. Das geht bei den meisten Anbietern bereits ab 25 Euro pro Monat. Die Sparrate kann je nach Einkommensniveau und finanzieller Situation flexibel angepasst werden. Besonders für Eltern, die ihren Kindern ein finanzielles Polster aufbauen wollen, eignen sich ETF-Sparpläne.

Je nach Anbieter lassen sich auch die Sparintervalle anpassen. Die Veränderung der Intervalle hat zwar Untersuchungen zufolge keinen realen Renditeeffekt, verschafft Anlegern jedoch mehr Flexibilität und fördert in vielen Fällen die Disziplinierung beim Vermögensaufbau.

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ETFs sind nicht so langweilig, wie oft beklagt wird

Mittlerweile können ETFs alles nachbilden. Nicht nur die führenden Indizes oder Anlageklassen, sondern auch Themen können von Indexfonds abgebildet werden. Anleger, die sich beispielsweise für künstliche Intelligenz oder Robotics interessieren, können in zahlreiche ETFs investieren, die sich auf dieses Thema spezialisiert haben.

Weiterhin können spezifische Anlagestrategien verfolgt werden. In den vergangenen Jahren haben Growth- und Value-ETFs enorm an Beliebtheit gewonnen. Das Gleiche gilt für ETFs mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien.

All das ermöglicht es Anlegern trotz eines passiven Anlagestils mit ihrer Geldanlage in ETFs komplexe und individuelle Portfolien aufzubauen. Die Kritik, dass ETFs alles enthalten und reine Standard-Produkte seien, ist nicht zu Ende gedacht.

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Passive Anlagestrategien für die Altersvorsorge – selbst für Zweifler perfekt

Der Wunsch, den Markt zu schlagen, ist bei vielen aktiven Tradern präsent. Kurzfristig mag das möglich sein, langfristig werden die meisten Daytrader und aktiven Fondsmanager jedoch den Kürzeren ziehen. Nur den wenigsten (< 5 Prozent) gelingt es, den Markt langfristig (> 10 Jahre) zu schlagen.

Warum also so viel Zeit in Unternehmensanalysen und technische Analysen investieren? Viel Sinn macht das Ganze nicht, wenn der Renditevorteil nicht existiert. Aus diesem Grund betrachte ich ETFs nicht nur als Einsteigerprodukt – sondern als wesentlichen Baustein für jede Geldanlage. Am Ende des Tages genügen 3-5 Indexfonds, um eine ausreichende Diversifikation zu gewährleisten. Sparpläne lassen sich einfach einrichten und automatisieren den Vermögensaufbau. Der Zeitaufwand beläuft sich auf wenige Minuten pro Monat, und nicht auf viele Stunden pro Woche.

Auch institutionelle Anleger und hochvermögende Privatanleger haben die Vorteile von kostengünstigen Indexfonds erkannt und schichten ihre Anlagen vermehrt um. Der Anteil von ETFs in ihren Portfolien ist in den vergangenen Jahren konstant gestiegen. Laut BlackRock sind besonders Smart-Beta-ETFs bei professionellen Investoren sehr beliebt. Der ausschlaggebende Faktor für diese Investoren ist die hohe Liquidität der Indexfonds.

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