Robo-Advisor Ginmon schließt weitere Finanzierungsrunde ab

Der Frankfurter digitale Vermögensverwalter Ginmon (► Zum Testbericht) hat seine bisher größte Finanzierungsrunde abgeschlossen, wie das Fintech bekanntgab. Die bisherigen Gesellschafter sowie der unabhängige digitale Moskauer Finanzdienstleister und Broker BCS investieren in der Series A schrittweise über 6 Millionen Euro.

Mit dem frischen Kapital will der nach §32 KWG lizenzierte Robo-Advisor sein Team und die hauseigene Technologieplattform apeiron stärken, um das Serviceangebot zu erweitern und das Wachstum zu beschleunigen. Das von Ginmon verwaltete Vermögen hat die Schwelle von 100 Millionen Euro überschritten. Damit zählt Ginmon zu den erfolgreichsten Anbietern automatisierter Geldanlage in Deutschland. Auch seit Beginn der Corona-Krise steigt bei dem Vermögensverwalter die Anzahl der Anleger weiter. Da nur wenige Anleger Auszahlungen veranlasst haben, überwiegt der Mittelzufluss deutlich.

Der Gründer und CEO von Ginmon, Lars Reiner, sagte: „Wir sind stolz, dass unsere bisherigen Anteilseigner in dieser großen Finanzierungsrunde noch einmal kräftig nachlegen, und freuen uns, mit BCS einen kompetenten Finanzdienstleister, Technologieführer und Marktkenner als Gesellschafter zu gewinnen. BCS hat in der internationalen Finanzwelt einen hervorragenden Ruf als Spezialist für passive Anlagestrategien. Der Broker, der unabhängig von der russischen Staatsführung agiert, ist seit einigen Jahren der größte Marktteilnehmer an der Moskauer Börse. Das Investment von BCS bestätigt uns in unserer Strategie, den Kunden einen einfachen und komfortablen Weg zu rentabler Geldanlage zu bieten.“

Ilya Silaev, Head of Digital der BCS Financial Group, meinte: „Die überlegene Performance des Ginmon-Anlageportfolios hat es uns schon seit langem angetan. Anlagestrategie und Algorithmus-Technik haben wir gründlich durchleuchtet; Lars Reiner und das Team haben wir als zielstrebig und kundenorientiert kennengelernt. Daher lag es für uns auf der Hand, das Engagement von BCS in der EU mit einem Investment in den erfolgreichen Frankfurter RoboAdvisor zu untermauern. So können wir das Wachstum von Ginmon nachhaltig unterstützen.“

Robo-Advisor weiter auf dem Vormarsch

Auch andere Robo-Advisor, die inmitten der Corona-Pandemie zwischenzeitliche Rückschläge hinnehmen mussten, konnten wieder mit positiven Zahlen glänzen, erreichten teilweise wieder das Niveau vor dem Lockdown oder sogar darüber, wie eine Umfrage von Gründerszene.de ergab. Cominvest (► Zum Testbericht) hat danach bereits Mitte Mai wieder das Vorkrisenniveau von 650 Millionen Euro an verwalteten Geldern erreicht, Quirion (► Zum Testbericht) steigerte sein Asset under Management von 404 auf 412 Millionen Euro, Robin konnte das Anlagevolumen seit Ende Februar um 0,6 Prozent steigern und Scalable Capital (► Zum Testbericht) ist mit einem AUM von gut 2 Milliarden Euro nur noch 200 Millionen unter seinem damaligen Rekordhoch.  Auch der Leipziger Neueinsteiger Evergreen (► Zum Testbericht) verwaltet inzwischen trotz der zurückliegenden schwierigen Zeit  Kundengelder in Höhe von elf Millionen Euro.

Einen vollständigen Überblick über das Angebot der digitalen Vermögensverwalter und die jeweiligenTestergebnisse finden Sie in unserem Robo-Advisor-Vergleich.