Von Redaktion23. Februar 2022
Healthcare-Investment: Ein Piks, der Hoffnung macht auf mehr

Healthcare-Investment: Ein Piks, der Hoffnung macht auf mehr

Wenn die Coronakrise zu etwas Positivem beitragen kann, dann zu der Erkenntnis, wie Krankheiten zukünftig behandelt werden können. Diese Fantasie spiegelt sich in den Aktienkursen einiger Healthcare-Unternehmen und bietet Aktionären weiteres Potenzial.

Anhand der Kursentwicklungen von Moderna (ISIN: US60770K1079) und Biontech (ISIN: US09075V1026) lässt sich der Verlauf der Pandemie gut ablesen. Die Hoffnung auf die Entwicklung von Impfstoffen ging mit einem allmählichen Anstieg der Kurse einher. Mit Verkündung des tatsächlichen Durchbruchs folgte ein deutlicher Kurssprung und die Schwankungsbreite der Aktien erhöhte sich deutlich.

Nachdem die überschießende Euphorie mittlerweile aus den Kursen gewichen zu sein scheint, kehrt Normalität ein und Zukunftsthemen treten wieder in den Fokus der gesamten Branchenbetrachtung.

Healthcare im Fokus

Wenn den vergangenen zwei Jahren etwas Positives abzugewinnen ist, dann die Fortschritte in der Forschung, welche der Menschheit hoffentlich die Linderung mancher Erkrankungen ermöglichen. Für Unternehmen dieser Branche eröffnen sich dadurch Ertragspotenziale. Diese werden von manchen Investoren sicherlich erhofft, dürften in den Aktienkursen jedoch noch nicht vollständig eingepreist sein.

Eine Prognose, welchen Unternehmen ein tatsächlicher Forschungsdurchbruch in Sachen Krebs- oder HIV-Impfungen oder der Bekämpfung weiterer schwerer Krankheiten gelingt, ist unmöglich. Die Aktien von Moderna und Biontech waren vor dem Ausbruch von COVID-19 nur Branchenkennern ein Begriff. Die beiden Unternehmen sind im Bereich der Erforschung von RNA jedoch nicht alleine. Roche (ISIN: CH0012032113) und Novartis (ISIN: CH0012005267) sowie zahlreiche weitere Pharmakonzerne forschen seit Jahren auf diesem Gebiet, um in Zukunft etwa Krebs- oder HIV-Impfungen zu ermöglichen.

Moderna und Biontech sind gute Beispiele dafür, dass nicht immer die Großkonzerne die Gewinner solcher Rennen sein müssen. Aus diesem Grund ist eine breite Diversifikation über den gesamten Sektor Healthcare empfehlenswert. Die ist über europäische oder globale Indizes möglich.

Sektor nicht mehr günstig bewertet

Zur Abbildung des europäischen Gesundheitssektors dient beispielsweise der STOXX Europe 600 Health Care Index. Dieser musste im ersten Corona-Jahr 2020 noch einen Verlust von 3,35 Prozent verkraften. Seine zwischenzeitlichen Tiefstände erreichte er parallel zu zahlreichen internationalen Indizes im Mai 2020, nachdem klar war, dass sich die Pandemie global ausweiten würde. Ab diesem Zeitpunkt gelang dem Index eine sprunghafte Kurserholung. Per saldo konnte das letzte Kalenderjahr mit einem Gewinn von 23,12 Prozent abgeschlossen werden. Angeführt wird der Index von zwei großen Schweizer Unternehmen der Gesundheitsversorgung: Roche und Novartis vereinen mehr als ein Viertel der Gesamtkapitalisierung des Index, welcher insgesamt 58 Unternehmen umfasst.

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Bei allen Chancen verdeutlicht ein KGV von 29 auf Ebene des STOXX Europe 600 Healthcare, dass der Sektor nicht mehr günstig bewertet ist. Damit müssen Verlustrisiken berücksichtigt werden.

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