ING verlangt Gebühren für iShares-ETF-Sparpläne – was tun?

Für ING-Kunden mit gebührenfreiem iShares-ETF-Sparplan ist der 1. Mai 2020 kein schönes Datum. Ab dann kosten diese 1,75 Prozent. Das können Kunden jetzt tun.

Kein bedingungslos kostenfreies Girokonto mehr und auch keine gebührenfreien ETF-Sparpläne mehr von iShares. Alles neu macht der Mai, doch für ING-Kunden ist der Mai mit Sicherheit kein Wonnemonat. So ziehen ab dann beliebte Sparpläne wie der iShares MSCI World UCITS ETF (WKN: A0HGV0), der iShares MSCI Emerging Markets UCITS ETF (WKN: A0HGWC) oder der iShares MSCI ACWI UCITS ETF (WKN: A1JMDF) Gebühren von 1,75 Prozent je Ausführung nach sich. Das gilt für alle bisher kostenfrei angebotenen ETF-Sparpläne von iShares.

Was können ING-Kunden jetzt tun?

Eine Gebühr von 1,75 Prozent knabbert am langfristigen Anlageerfolg. ING-Kunden müssen sich jedoch nicht ihrem Schicksal ergeben. Wer sich diese Gebühren sparen will, hat jetzt zwei Möglichkeiten.

Möglichkeit eins: Sie bleiben ING-Kunde, wählen aber einen anderen ETF-Anbieter aus. So gibt es etwa weiterhin breitstreuende ETFs von Lyxor, Amundi und Invesco. So bilden etwa sowohl der Lyxor MSCI World UCITS ETF (WKN: LYX0AG) als auch der Amundi MSCI World UCITS ETF (WKN: A2H59Q) ebenfalls den globalen Industrieländerindex ab. Diese ETFs sind im Sparplan weiterhin kostenfrei.

Im Schwellenländerbereich bietet sich beispielsweise der Franklin LibertyQ Emerging Markets UCITS ETF (WKN: A2DTF1) an. Wer ein Multi-Faktor-Modell bevorzugt, kann sich auch über den Invesco Goldman Sachs Equity Factor Index Emgerging Markets UCTS ETF (WKN: A2JQDG) Gedanken machen. Es bleibt also festzuhalten: Wer bei der ING bleiben möchte und dennoch in den Genuss kostenfreier ETF-Sparpläne kommen möchte, sollte sich bei den Anbietern Lyxor, Amundi und Invesco umsehen und gegen iShares-ETFs austauschen.

Möglichkeit zwei: Sie machen es einfach andersrum. Das heißt, Sie bleiben iShares treu und wechseln dorthin, wo es diese ETFs im Sparplan auch künftig kostenlos gibt. Das ist derzeit bei Trade Republic der Fall. Dort gibt es die nahezu komplette iShares-Palette dauerhaft kostenlos. Außerdem praktisch: Auch Einmalkäufe sind dort attraktiv. So verlangt der Smartphone-Broker hierfür lediglich eine Fremdkostenpauschale in Höhe von einem Euro.

Tipp: Es gibt nach wie vor etliche Broker mit kostenfreien ETF-Sparplänen – auch für iShares ETFs. Informieren Sie sich auf der ETF-Profil-Seite eines ETFs über die Ausführungsgebühren der Banken. 

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Trade Republic ist Deutschlands erster mobiler und provisions­freier Broker. Es können Aktien, ETFs und Derivate ohne Orderprovisionen gehandelt werden. Für die Abwicklung fällt nur eine Fremdkostenpauschale von 1 € an. Auch bei den ETF-Sparplänen ist der Anbieter stark: Mehr als 310 ETFs können Anleger dauerhaft kostenfrei besparen. So günstig ist kein anderer Anbieter. Dafür müssen Sparer jedoch ausschließlich auf das iShares ETF-Angebot zurückgreifen. Dennoch sollten alle gewünschten ETFs über Anlageklassen und -regionen gefunden werden.
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