Von Thomas Brummer4. August 2022
Kryptowährungen: Fünf Wege, um in Bitcoin, Ethereum und Co. zu investieren

Kryptowährungen: Fünf Wege, um in Bitcoin, Ethereum und Co. zu investieren

Wenn du dich für Kryptowährungen interessierst, stellt sich eine Frage: Wie kaufe ich denn nun Kryptos? Vor einigen Jahren war das noch nicht so leicht zu beantworten. Heute stehen dir folgende Optionen zur Verfügung.

Auch wenn die vergangenen Wochen für Bitcoin und Co. turbulent waren und manche Kritiker schon den Abgesang einläuten wollten, so sind Kryptowährungen doch in der Finanzwelt angekommen. Über 10.000 verschiedene Digitalwährungen gibt es aktuell, wenn auch nur ein kleiner Teil davon tatsächlich von Bedeutung ist. Wer sich in diesem Dschungel für eine Währung entschieden hat, kann nun nicht einfach zur Bank gehen und ein paar Euros gegen Bitcoin, Ethereum oder andere Tokens tauschen. 

Kryptobörsen mit integrierter Wallet

Wie bei Aktien gibt es auch bei Kryptos Börsenplätze. Hier solltest du dich auf solche konzentrieren, die eine sogenannte Wallet anbieten. Darunter versteht man eine Art Schließfach für Ihre digitalen Schätze, was auch unbedingt nötig ist. Die Dienstleistung umfasst also Handel und Verwahrung. Anbieter wie Coinbase * oder Binance bieten ihren Service auf Deutsch an. Bei Kraken geht es leider noch nicht in deutscher Sprache. Die Dienste sind günstig.

Was jedoch etwas störend sein mag: Du musst zunächst Geld auf Auslandskonten transferieren. Auch die Anmeldung gestaltet sich teilweise umständlich. Die genannten Anbieter gelten aber als seriös. Sollte dir dagegen eine andere Plattform dubios erscheinen, dann lass die Finger davon. Es tummeln sich in diesem Bereich leider auch Ganoven.

Selbst über die Börse kaufen

Wem die Kosten besonders wichtig sind, kann Kryptowährungen direkt an der Börse kaufen, also ohne Zwischenstelle. Doch das ist nicht ganz so leicht, wie man sich vorstellen kann. Denn hier solltest du dich selbst um die Verwahrung in einer Wallet kümmern. Wer auf die Wallet verzichtet, geht ein hohes Risiko ein, da Internet-Kriminelle längst solche Bestände ins Visier nehmen.

Diese günstige Form des Kryptohandels ermöglicht etwa der deutsche Anbieter bitcoin.de. Tipp: Wer etwa vor einigen Jahre aus Mangel an Alternativen diesen Durchführungsweg gewählt hat, kann seine Bestände zu einer Kryptobörse mit angeschlossener Wallet übertragen, dann lebt es sich bequemer.

Kryptowährungen über App handeln

Smartphone-Nutzer können einen Blick in den App-Store werfen. Denn seit wenigen Jahren ist der Krypto-Kauf dank entsprechender Apps deutlich nutzerfreundlicher. Hier tummeln sich auch Anbieter aus dem deutschsprachigen Raum. So stammt etwa die App Bison * aus dem Haus der Börse Stuttgart. Bitpanda hat seinen Sitz in Österreich.

Interessant für ETF-Anleger: Coindex * aus Bielefeld offeriert eine indexbasierte Anlage in 19 Kryptowährungen. Die genannten Anbieter bieten Zugang zu den großen Kryptos, Vorkenntnisse sind kaum nötig. Wichtig: Die Anbieter verwahren die Tokens in der Wallet.

Handel über Neobroker

Die wohl bequemste Art, direkt in Kryptowährungen zu investieren, ist die Depoteröffnung bei einem sogenannten Neobroker. Das ist vergleichbar mit den zuvor erläuterten App-Lösungen. Bekannte Neobroker mit Kryptohandel sind Trade Republic * und Justtrade *. Bei finanzen.net Zero und Scalable Broker geschieht die Umsetzung überETPs.

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Kryptowährungen über ETP-Mantel

Die einfachste, aber teuerste Art, in Kryptowährungen zu investieren, sind ETPs. Bitcoin-ETPs ziehen laufende Kosten in einer Größenordnung von knapp unter einem bis etwa zwei Prozent nach sich, andere Kryptowährungen sind in der Regel noch teurer.

Der Vorteil ist jedoch: Hierzu musst du lediglich die ISIN oder die WKN in die Kaufmaske deines Brokers hineinkopieren und schon bist du in Bitcoin und Co. investiert. Bei dieser Variante investierst du über den ETP-Mantel und nicht direkt, physisch – das ist aber kein Problem.