Was Blackrock-Chef Larry Fink seinen Kunden verspricht – und von Konzernchefs fordert

Einmal jährlich wendet sich Blackrock-Chef Larry Fink in einem Brief an Kunden – und an die Konzernchefs weltweit. Was der Vorstandschef des weltgrößten Vermögensverwalters seinen Kunden für die Zukunft verspricht, betrifft auch viele Topmanager weltweit.

Blackrock möchte sein Engagement für den Klimaschutz erhöhen. Das geht aus zwei Briefen hervor, die Blackrock-Chef Larry Fink verfasst hat. Zum einen an die Kunden des Unternehmens, zum anderen an die Chefs der größten Konzerne weltweit. Blackrock betreut als größter Vermögensverwalter der Welt mehr als 7,8 Billionen US-Dollar und möchte Unternehmen, in die der Asset-Manager investiert, künftig stärker in die Pflicht nehmen in puncto Nachhaltigkeit.

„Da immer mehr Investoren ihre Investitionen auf nachhaltigkeitsorientierte Unternehmen ausrichten, wird sich der tektonische Wandel, den wir sehen, weiter beschleunigen. Und weil dies einen so dramatischen Einfluss auf die Kapitalallokation haben wird, muss jedes Managementteam und jeder Vorstand überlegen, wie sich dies auf die Aktien des Unternehmens auswirkt“, schreibt Larry Fink.

Larry Fink: „Klimawandel historische Investitionsmöglichkeit“

Von Januar bis November 2020 haben Anleger laut Fink weltweit 288 Milliarden US-Dollar in nachhaltige Vermögenswerte investiert, eine Steigerung von 96 Prozent gegenüber 2019. Fink bekräftigte, er sei überzeugt, dass dies der Beginn eines langen, aber sich schnell beschleunigenden Übergangs sei, der erheblichen Einfluss auf die Kapitalmärkte und die Preise von Vermögenswerten habe.

„Wir wissen, dass das Klimarisiko ein Investitionsrisiko ist. Wir glauben aber auch, dass der Klimawandel eine historische Investitionsmöglichkeit darstellt“, schreibt Larry Fink. „Die Welt hat sich auf den Weg zur Klimaneutralität gemacht. Unseren Kunden ist am besten gedient, wenn wir ihnen helfen, bei diesem Übergang eine führende Rolle zu übernehmen.“

Blackrock selbst verpflichtet sich, das Ziel, bis 2050 Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen, zu unterstützen. Mit einer Reihe von Maßnahmen möchte das Unternehmen Anlegern helfen, ihre Portfolios auf eine klimaneutrale Welt vorzubereiten und die Chancen zu nutzen, die dieser Übergang bereithält.

„Unsere Maßnahmen, mit denen wir Sie dabei unterstützen, klimaneutral zu werden, lassen sich grob in drei Gruppen unterteilen: Messung und Transparenz, Investment Management sowie Investment Stewardship“, schreibt Fink in seinem Brief an die Kunden. Das Investment-Stewardship umfasst unter anderem das Abstimmungsverhalten auf Hauptversammlungen sowie regelmäßige Gespräche mit Topmanagern über nachhaltige Unternehmensführung. 

Blackrock werde unter anderem künftig seine Kapitalmarktprognosen – also die langfristigen Risiko- und Renditeschätzungen – um Klimafaktoren erweitern. Dem liege die Überzeugung zugrunde, dass die erfolgreiche Vermeidung von Schäden durch den Klimawandel dazu beiträgt, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und Anlegern bessere Renditen zu bieten. 

Tipp: Hier erfahren Sie alles, was Sie über das Investieren in Nachhaltigkeits-ETFs wissen müssen.

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