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China bleibt attraktiv

Trotz des Rückschlags an den Börsen boomt China weiter. Experten sehen weiter Potenzial.

Die Metropolen Chinas boomen und überwältigen selbst Menschen, die schon mehrmals in Hauptstädten Europas oder in New York oder LA waren. Warum? Nirgendwo geht es so dynamisch zu, wie dort. Hongkong ist einerseits das Business-Mekka, hat aber auf der anderen Seite auch eine wunderschöne Lage und Nähe zur Natur zu bieten. Auch an der Börse ist zu spüren, dass es in China brodelt. Zuletzt gerieten die Kurse aber etwas unter Druck. Alan Wang, CIO-Greater China Equities und Portfoliomanager bei Principal Global Investors , gibt allerdings Entwarnung.  „Es sei daran erinnert, dass die Aktienmärkte Chinas und Hongkongs in den vergangenen Monaten eine sehr gute Performance erzielt hatten – insbesondere der A-Aktienmarkt. Die Kursverluste sollten in diesem Zusammenhang betrachtet werden. Die Märkte können sich generell im Mai als volatil erweisen, da kurzfristig spekulative Liquiditätsengpässe nach der Ertragssaison auftreten können“, so Wang.

Peking hat Spielraum für weitere Investitionsanreize

Die jüngste Verunsicherung sei in erster Linie auf die Sorge zurückzuführen, dass chinesische Konjunkturmaßnahmen zurückgefahren würden, was Folgen für die Gewinne der Unternehmen haben könnte. „Wir sehen jedoch keine wesentlichen Anzeichen für einen völligen Ertragseinbruch oder eine politische Kursänderung. Darüber hinaus sind die positiven Treiber für die Erholung der chinesischen Aktien im bisherigen Jahresverlauf noch nicht ausgelaufen“, erklärt Wang und glaubt, dass Peking noch Spielraum für weitere Investitionsanreize hat.

China-ETF legt knapp 30 Prozent zu

Anlage-Profis wie Wang gehen auf Märkten wie China selektiv vor und suchen sich hochwertige Aktien selbst aus. Ein anderer Ansatz ist es, einfach auf die größten Titel zu setzen und so breit gestreut zu investieren. Dies kann beispielsweise mit dem Xtrackers CSI300 Swap UCITS ETF (WKN: DBX0M2) gelingen. Der zugrunde liegende Index bündelt Aktien der größten Börsen in China, außer Hongkong. Im laufenden Jahr legte der thesaurierende ETF trotz des jüngsten Rückschlags um 29,8 Prozent zu. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,5 Prozent.

Lesetipp: Im Interview mit extraETF.com sprach Eric Wiegand, Leiter Xtrackers Vertriebsstrategie, Europa und Asien-Pazifik bei DWS, über die Outperformance-Chancen von Schwellenländern.