Ein Comeback der Schwellenländer-ETFs ist möglich

Notenbanken und die Zentralregierung in Peking haben nach Ansicht von Experten gute Arbeit geleistet. Ein Comeback der Schwellenländer-ETFs ist in der zweiten Jahreshälfte möglich.

Jedes Investment in Schwellenländer erscheint vor dem Hintergrund der Corona-Angst äußerst riskant. Dennoch erwarten zahlreiche Experten im schlimmsten Fall eine Normalisierung im letzten Quartal 2020. Optimistischeren Szenarien zufolge könnte es bereits im zweiten Halbjahr wieder deutlich besser laufen. Ähnlich sehen das auch die Experten der Fondsgesellschaft Aberdeen Standard. Irene Goh, Head of Multi Asset Solutions bei Aberdeen, bewertet die Reaktion der offiziellen Stellen positiv: „Der Ausbruch des Coronavirus wird in naher Zukunft zu einer erheblichen Störung der Weltwirtschaft führen. Die politische Reaktion innerhalb Chinas sollte allerdings dazu beitragen, eine Erholung zu unterstützen: Die dortigen Behörden haben die Geldpolitik geringfügig gelockert, und wir erwarten, dass sie die fiskalischen Maßnahmen weiter ausbauen werden. Die Lockerung der Geldpolitik in den USA dürfte auch den Druck auf die Liquiditätsbedingungen in den Schwellenländern im Allgemeinen mildern, was den lokalen staatlichen Schuldenmärkten zugutekommen dürfte“, erklärt Goh.

Expertin: Nicht alle Risiken sind vom Tisch

Die Kapitalmarktexpertin erklärt, dass ihr Haus zuletzt insbesondere Schuldtitel aus Schwellenländern übergewichtet habe. Dies sei nicht nur eine taktische, sondern auch eine strategische Entscheidung gewesen, da die Renditen auf etablierten Märkten noch immer niedrig seien. Doch auch bei Aktien könnten Schwellenländer interessant sein. „Auch bei Emerging Markets Aktien sehen wir aufgrund des Rückenwindes der Geldpolitik und des vernünftigen Bewertungsniveaus mögliche Wertsteigerungen. Die Unsicherheit über die makroökonomischen Aussichten hat jedoch zugenommen, und eine „V-förmige“ globale Erholung in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 ist nun eine Voraussetzung, um eine langwierige globale Konjunkturschwäche zu vermeiden. Sollte dies nicht eintreten, könnte es zu weiteren Marktbelastungen kommen“, warnt Goh.

Schwellenländer-ETFs für mutige Selbstentscheider

Selbstentscheider, welche in der aktuellen Corona-Krise eine Chance sehen wollen und spekulativ auf Schwellenländer setzen möchten, sollten sich den Amundi MSCI Emerging Markets ETF (WKN: A2H58J) näher ansehen. Der ETF bildet die Entwicklung des Referenzindex nahezu eins zu eins ab. Die wichtigsten Märkte im ETF sind China (34,22%), Taiwan (11,69%), Korea (11,63%), Indien (9,04%) und Brasilien (7,27%). Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,2 Prozent.

Amundi MSCI Emerging Markets UCITS ETF

WKN: A2H58J ISIN: LU1681045370
Kurs 4,33 €
Kosten (TER) 0,20 %
Fondsvolumen 2.133 Mio. €
Indexabbildung Synthetisch
1 Monat +1,69 %
Lfd. Jahr -2,01 %
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Tipp: Sie möchten wissen, wie genau ETFs funktionieren? In unserem Beitrag „Was ist ein ETF?“ haben wir das im Detail beschrieben.