Großbritannien-ETF für Furchtlose

Großbritannien-ETF für Furchtlose

Der Brexit-Termin rückt näher. Die Chancen für einen geregelten Austritt stehen gut. Märkte könnten dann sogar profitieren.

Der Brexit ist wieder Thema. Über Wochen rückte der Austrittstermin näher, ohne dass Kapitalmärkte oder britische Regierung große Anstrengungen unternommen hätten, der verfahrenen Situation zu entkommen. Doch inzwischen ist das Unterhaus wieder aktiv und versucht, vor dem Austrittstermin die Weichen zu stellen. Quentin Fitzsimmons, Fixed Income Portfolio Manager bei T. Rowe Price und in London ansässiger Brite kommentiert die verbliebenen Szenarien. Die gute Nachricht für die Kapitalmärkte vorweg: Einen unkontrollierten Brexit hält Fitzsimmons nur zu fünfzehn Prozent für wahrscheinlich. Die wahrscheinlichste Option ist für den Anleihe-Profi ein Austritt unter aktuell verhandelten Bedingungen zuzüglich einer Patronatserklärung zum Backstop. Dieses Szenario könnte laut des Experten zu fünfzig Prozent eintreten. Für britische Aktien könnte das eine gute Nachricht sein.

Geregelter Brexit könnte Marktpotenzial freisetzen

„Die Akzeptanz von Premier Mays Deal würde mögliches Wertsteigerungspotential im Markt freisetzen, da dieser sich bereits auf die Möglichkeit eines ungeordneten Brexits vorbereitet habe“, erläutert der Portfolio Manager.  Weitere Szenarien sind laut Fitzsimmons die Verlängerung von Artikel 50, um Zeit zu gewinnen. Innerhalb dieses Szenarios könne es auch zu einem erneuten Referendum kommen. Sollte Artikel 50 verlängert werden, es aber zu keiner Einigung kommen, seien auch vorgezogene Neuwahlen möglich. Diese Option schätzt der Experte mit einer zehnprozentigen Wahrscheinlichkeit ein.

Großbritannien-ETF vor volatilen Wochen

Unabhängig vom konkreten Ausgang dürften die britischen Märkte in den kommenden Wochen Achterbahn fahren. Der Vanguard FTSE 100 UCITS ETF (WKN: A1JX54) bildet den britischen Leitindex FTSE 100 nahezu eins zu eins ab. Der Total-Return-Index legte im laufenden Jahr bereits um 12 Prozent zu. Aktuell sind drei Milliarden Euro investiert. Erträge werden ausgeschüttet. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,09 Prozent. Ausgabeaufschläge fallen keine an. Aus diesem Grund bietet sich der ETF unter anderem für taktische Positionen an.

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