US-Tech-Titel nicht abschreiben

Trotz des Handelsstreits stimmen die Zahlen bei US-Tech-Titeln. Mit ETFs bleiben Anleger flexibel.

Der Handelsstreit ist zu einem Technologiestreit geworden. Die Verbote rund um den chinesischen Hersteller Huawei haben die Märkte verunsichert. Das lässt sich auch am US-Technologieindex Nasdaq 100 ablesen. Dieser hinkt dem S&P 500 zunehmend hinterher. Auch kartellrechtliche Ermittlungen gegen US-Internetriesen haben Investoren dazu bewogen, eher Abstand von diesen Titeln zu halten. Der Deutsche-Bank-Chefanlagestratege Ulrich Stephan erwartet in diesem Zusammenhang eine erhöhte Volatilität bei Tech-Werten.  Es bestehe aber auch Grund für Optimismus, so der Investment-Profi: „Für ein Investment in den US-Tech-Sektor sprechen weiterhin die hohen Margen von durchschnittlich 25 Prozent sowie Aktienrückkäufe im großen Stil. Investoren sollten sich aber wegen des Bewertungsaufschlags von elf Prozent zum S&P 500 gepaart mit der anhaltenden Unsicherheit im Handelsstreit und Debatten um datenbasierte Geschäftsmodelle auf weitere Schwankungen einstellen“, erklärt Stephan.

Mit ETFs flexibel bleiben

Um bei US-Technologiewerten flexibel zu sein, bieten sich statt Direktinvestments in ausgewählte Aktien wie Amazon, Alphabet oder Netflix ETFs an. Diese kosten keinen Ausgabeaufschlag und bündeln beispielsweise alle Titel im Nasdaq 100. Auf diese Weise investieren Anleger diversifiziert und können sich dank schlanker Kosten jederzeit von ihrem Investment trennen. ETFs werden börsentäglich rege gehandelt und sind auf diese Weise liquide.

Tech-ETF als Preisbrecher

Ein bekannter ETF auf den Nasdaq 100 ist der Amundi Index Solutions – Amundi Nasdaq-100 (WKN: A2H577). Mit einer Gesamtkostenquote von 0,23 Prozent gilt der thesaurierende ETF als Preisbrecher. Aktuell sind 283 Millionen Euro investiert. Trotz der jüngsten Rückschläge steht 2019 eine Rendite von rund zwanzig Prozent zu Buche. Mit dabei sind Titel wie Microsoft (11,12 Prozent), Amazon (10,29 Prozent), Apple (9,69 Prozent), Facebook (5,08 Prozent) und Alphabet (verschiedene Aktiengattungen insgesamt rund 8,5 Prozent).