Depot-Frühjahrsputz – 8 Fragen, die Sie sich jetzt stellen sollten

In den nächsten Wochen versenden die Banken den Jahresdepotauszug. Dieser eignet sich hervorragend für einen Depotcheck. Acht Punkte sind dabei besonders kritisch und ehrlich zu hinterfragen.

2020 wird mit Sicherheit kein einfaches Börsenjahr. Die Kombination aus einer weiterhin expansiven Notenbankpolitik und einer sich in Teilen abzeichnenden Entspannung auf politischer Ebene ergibt durchaus Potenzial für einen weiteren moderaten Anstieg der Aktienkurse.

Freuen können sich Anleger, die nach dem verkorksten Jahr 2018 den Mut hatten, in Aktien investiert zu bleiben. Für sie stellt sich nun die Frage, wie es weitergeht. Kasse machen und zuschauen, oder nur das Risiko reduzieren? Die folgenden Fragen helfen, das Depot aufzuräumen:

1. Habe ich oder mein Vermögensverwalter meine Erwartungen erfüllt?

2. Passt die gewählte Anlagestrategie auch im kommenden Jahr noch zu mir?

3. Fühle ich mich mit der – vielleicht durch den Wertzuwachs gestiegenen – Aktienquote wohl?

4. Ist eine Neugewichtung oder Wiederherstellung der ursprünglichen Verteilungsquoten sinnvoll?

5. Gibt es Wertpapiere oder Fonds, die der positiven Gesamtentwicklung nicht folgen konnten?

6. Sind die Gründe für den Kauf des Wertpapiers noch aktuell?

7. Ist der Anteil an Liquidität richtig bemessen?

8. Sind die Kosten für meine Vermögensverwaltung oder für meine Produkte marktgerecht?

Hier die richtigen Antworten zu finden, ist sicherlich nicht ganz einfach. Aber mit einer klaren Strategie und einem aufgeräumten Portfolio kann 2020 ein erfolgreiches Börsenjahr werden.

Über den Autor: Ralph Rickassel

Ralph Rickassel ist Vermögensberater bei der PMP Vermögensmanagement in Düsseldorf.

Tipp: Hier finden Sie außerdem weiterführende Informationen zur „Buy and Hold-Strategie“.