ETF Rürup Rente

ETF Rürup Rente: Freie Fondswahl, niedrige Gebühren und Steuervorteile

Sie ist die vom Staat am stärksten geförderte Form der privaten Altersvorsorge, aber die Wenigsten kennen sie: die Rürup-Rente. Wer mit einer ETF-Rürup-Rente vorsorgt, kann jedes Jahr mehrere Tausend Euro Steuern sparen.

Der Berliner Altersvorsorge-Spezialist Raisin bietet eine ETF-Lösung für die Rürup-Rente. Das Besondere daran: Bei Raisin Pension haben die Sparer die Wahl aus mehr als 50 ETFs und können sich ihr Depot selbst zusammenstellen sowie die Fondsauswahl jederzeit ändern.

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Was ist die Rürup-Rente?

Diese Form der privaten Altersvorsorge wurde im Jahr 2005 unter dem Namen Basisrente eingeführt. Ihre Funktionsweise ist eng angelehnt an die gesetzliche Rente. Das heißt: Eine Kapitalauszahlung zu Rentenbeginn ist nicht vorgesehen. Stattdessen wird eine lebenslange Rente gezahlt und Hinterbliebene können abgesichert werden. Während der Einzahlphase sind die Beiträge genauso steuerlich absetzbar wie Zahlungen an die gesetzliche Rentenversicherung. Dafür wird die Rente später (anteilig) mit dem persönlichen Steuersatz besteuert. Das ist für die meisten ein gutes Geschäft, weil der Steuersatz im Rentenalter meist niedriger ist als während der Berufstätigkeit.

Von der steuerlichen Förderung der Rürup-Rente profitieren besonders Selbständige und Freiberufler, die weder in die gesetzliche Rentenversicherung noch in ein berufsständisches Förderwerk einzahlen. Sie können im Jahr 2016 Rürup-Beiträge bis zum Maximalbetrag von 22.766 Euro steuerlich geltend machen. Für gemeinsam veranlagte Eheleute gilt der doppelte Betrag (45.532 Euro).

Dieser Satz ist an den Höchstbeitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung gekoppelt und wird deshalb in der Zukunft dynamisch steigen. Das macht die Rürup-Rente auch für gutverdienende Angestellte und Beamte attraktiv. Allerdings werden die gesetzlichen Rentenbeiträge auf die Höchstsumme angerechnet. Für Beamte wird ein fiktiver Beitrag zur gesetzlichen Rente abgezogen.

Bis zum Jahr 2025 sind Rürup-Beiträge anteilig von der Steuer absetzbar. Im Jahr 2016 beträgt dieser Anteil 82 Prozent. Das bedeutet: Das zu versteuernde Einkommen kann um bis zu 18.668 Euro (Verheiratete: 37.336 Euro) gemindert werden. Der steuerlich absetzbare Anteil steigt bis 2025 jährlich um zwei Prozentpunkte.

Steuerliche Absetzbarkeit der ETF-Rürup-Rente

Steuerliche Förderung von Raisin Pension Beiträgen

Maximal geförderter Betrag (Stand: 2016): 22.766 Euro (Verheiratete: 45.532 Euro)

Steuerjahr Steuerlich absetzbarer Anteil
2016 82 %
2017 84 %
2018 86 %
2019 88 %
2020 90 %
2021 92 %
2022 94 %
2023 96 %
2024 98 %
ab 2025 100 %

Wer mit einer Rürup-Rente vorsorgt, bekommt in der Rentenphase eine lebenslange Rente, die bei einem Rentenbeginn ab 2040 voll zu versteuern ist. Beginnen die Rentenzahlungen früher, kassiert das Finanzamt nur anteilig Steuern. Beim Renteneintritt im Jahr 2020 liegt dieser Satz beispielsweise bei 80 Prozent. Er steigt danach jährlich um einen Prozentpunkt.

Besteuerung von Rürup-Renten

Der zu versteuernde Anteil der Rentenzahlungen ist abhängig vom Jahr des Rentenbeginns.

Beginn des Rentenbezugs im Jahr Zu versteuernder Anteil der Rürup-Rente
2018 76 %
2019 78 %
2020 80 %
2021 81 %
2022 82 %
2023 83 %
2024 84 %
2025 85 %
..
Ab 2040 100 %

Wie funktioniert die ETF Rürup Rente

Mit Raisin Pension bauen Sparer während der Einzahlphase ihr Vorsorgekapital mit ETFs der Anbieter Amundi, iShares (Blackrock), Deka, Xtrackers und Lyxor auf.

Diese bilden auf der Aktienseite sowohl globale als auch regionale und Branchenindizes nach. Auf der Rentenseite finden die Kunden vom Geldmarkt-ETF bis zu Anleihen mit langer Laufzeit alles, was sie sonst noch für ein renditestarkes und ausgewogenes Portfolio benötigen. Wer die ETFs nicht selbst auswählen möchte, kann sich an einem Musterportfolio mit variablem Aktienanteil orientieren.

Das fairrürup Musterportfolio
Quelle: https://www.fairr.de/produkte/fairruerup/portfolio/ (fairr.de ist heute Raisin)

Die Höhe der Sparraten sowie deren prozentuale Aufteilung auf die Einzelfonds sind flexibel festlegbar. Eine Änderung der Fondsauswahl ist jederzeit möglich. Sämtliche Kauf- und Verkaufsaufträge sowie die Wiederanlage von Ausschüttungen werden außerbörslich direkt über die Fondsgesellschaften abgewickelt.

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Die Wiederanlage von Ausschüttungen erfolgt gebührenfrei zum Nettoinventarwert. Bei Kauf- oder Verkaufsaufträgen fallen geringe Transaktionsgebühren an, die mit dem Transaktionsaktionsvolumen verrechnet werden. Die Fondsanteile werden in Depots der Hamburger Sutor Bank verwahrt, die auf Wunsch einmal pro Jahr ein automatisches Rebalancing durchführt.

Planungssicherheit – auch für Hinterbliebene

In der Auszahlphase, die frühestens im 62. Lebensjahr beginnt, erhalten Raisin-Kunden eine lebenslange monatliche Rente. Wie die Rente berechnet wird, wissen sie bereits beim Vertragsabschluss: Die myLife Lebensversicherung AG garantiert ihnen einen sogenannten Rentenfaktor, der festlegt wieviel Rente pro 10.000 Euro Kapital mindestens pro Monat gezahlt wird. Bei einem Rentenfaktor von 32 und einem Kapital von 100.000 Euro ergibt sich beispielsweise eine monatliche Mindestzahlung in Höhe von 320 Euro.

Wenn der Raisin-Kunde während der Einzahlphase stirbt, erhält der überlebende Ehepartner (eingetragener Lebenspartner) eine Witwenrente oder kann das aufgebaute Kapital auf einen eigenen Rürup-Vertrag übertragen. Wenn kein Ehepartner existiert, erhalten kindergeldberechtigte Kinder eine Waisenrente. Zur Absicherung von Hinterbliebenen kann für die Rentenphase eine zehnjährige Rentengarantiezeit oder eine Restkapitalabfindung vereinbart werden.

Was kostet der Raisin Pension?

Wie bei allen Produkten von Raisin wird bei Vertragsabschluss keine Abschlussprovision fällig. Während der Einzahlphase wird eine jährliche Kontoführungsgebühr von 27 Euro berechnet. Hinzu kommt eine vom Depotvolumen abhängige Gebühr von 0,37 bis 0,47 Prozent pro Jahr.

Bei jedem Kauf und Verkauf von Fondsanteilen erheben die Depotbanken bzw. Emittenten der Fonds Transaktionskosten zwischen 0,0 und 0,5 Prozent, die mit dem Transaktionsvolumen verrechnet werden. Durch geschickte Fondsauswahl lassen sich diese Kosten minimieren oder ganz vermeiden. Alle Kosten in der Auszahlungsphase sind in dem garantierten Rentenfaktor, der Raisin-Sparern beim Vertragsschluss mitgeteilt wird, bereits enthalten.

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Autor Katja Brauchle

Katja Brauchle
Katja Brauchle entdeckte bereits in ihrer Tätigkeit als Content-Managerin u. a. bei Finanzchef24.de und durch ihre Erfahrungen im PR-Bereich ihre Passion für die Welt der ETFs. Seit 2021 ist sie Mitglied der extraETF-Redaktion und schreibt für das Anlegerportal extraETF.com und das Extra-Magazin wertvolle Beiträge zum Thema Geldanlage & Vermögensaufbau.
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