US-Notenbank Fed investiert wegen Corona in ETFs

Die amerikanische Notenbank wird wohl aufgrund der Coronakrise in ETFs investieren. Das soll die Marktteilnehmer zur Ruhe bringen lassen.

Zur Beruhigung der Märkte während der Coronakrise hat die US-Notenbank (Fed) laut Informationen von SPDR ETF bekannt gegeben, im Rahmen ihres finanziellen Rettungspakets jetzt auch in ETFs investieren zu wollen. Bei den genauen Kriterien für die Anlagenkäufe sei die Fed zunächst vage geblieben ­– mit einem von Experten geschätzten Gesamtvolumen von mehr als 30 Milliarden US-Dollar könnte die angekündigte Finanzspritze allerdings entscheidend zu einer Entspannung des Investmentsektors beitragen.

Fed setzt auf Unternehmensanleihen

Bei den ETF-Käufen im Zuge der Bekämpfung wirtschaftlicher Folgen aufgrund von Corona  setzt die Fed offenbar auf Investment Grade Unternehmensanleihen mit Laufzeiten von bis zu fünf Jahren. Der maximale Anteil am Emissionsvolumen, den die Fed dabei erwirbt, soll bei zehn Prozent liegen. Ganz neu ist dieses Vorgehen nicht. Schon im Jahr 2009 griffen die US-Notenbanker auf diese Methode zurück, als es darum ging, dem Einfrieren der Kreditmärkte zu begegnen.  

Übrigens: Unter dem Begriff „Investment Grade“ werden Anleihen mit guter bis sehr guter Bonität zusammengefasst. Er beschreibt somit alle Anleihen, die mindestens ein „BBB“-Rating (Standard & Poor’s) bzw. „Baa“ (Moody’s) aufweisen. Hier finden Sie US-Unternehmensanleihen mit Investment Grade.