Gold-Glanz

Gold glänzt wieder – doch wie lange?

Wie geht es bei Gold weiter? ETCs bieten für jedes Szenario Lösungen.

Gold hat zuletzt den Sprung über die Marke von 1.400 Dollar geschafft. Doch wie geht es beim Edelmetall weiter? Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH, ist aktuell hin- und hergerissen. „Gold sendet derzeit sehr widersprüchliche Signale. Einerseits wurde die wichtige Marke um 1.380 US-Dollar geknackt. Zusammen mit dem zwischenzeitlichen 6-Jahreshoch ist das ein klares charttechnisches Kaufsignal“, so Siegel. Andererseits gebe es allerdings auch Signale, die gegen eine anhaltende Gold-Rally sprechen. „Sowohl die Preise für Silber wie auch für die Minenaktien sind weniger stark gestiegen, als es bei einer gesunden Edelmetallhausse zu erwarten wäre. Zusätzlich sind Privatanleger beim physischen Metall mehrheitlich auf der Verkäuferseite. Das bedeutet, dass der Goldaufschwung auf eher wackligen Füßen steht“, sagt Siegel.

Notenbanken liefern Argumente für Gold

Obwohl Gold-Experte Siegel von der Gold-Hausse noch nicht nachhaltig überzeugt zu sein scheint, gibt es doch weitere Argumente für steigende Kurse. Ende Juni haben die großen Notenbanken um EZB und Fed eine Rückkehr zur ultra-lockeren Geldpolitik in Aussicht gestellt. Damit würden zumindest die beiden wichtigen Währungen Euro und Dollar im Vergleich zu Gold Zinsvorteile einbüßen. Würden die Zinsen dagegen weiter steigen, würde es für Investoren wieder mehr Sinn machen, in Zinsanlagen zu investieren. Da Zinsschritte nun auszubleiben scheinen,  wird das zinslose Gold relativ zu Euro und Dollar wieder attraktiv.

Drei ETCs für jede Marktmeinung

Egal, welche Marktmeinung sich bezüglich Gold am Ende durchsetzt – mit ETCs können sich Anleger entsprechend positionieren. Wer fallende Notierungen erwartet, kann mit dem ETFS 1x Daily Short Gold ETC (WKN: A0V9X0) darauf spekulieren. Der ETC bildet den Goldpreis invers ab und kostet 0,98 Prozent jährlich. Das heißt, verliert Gold ein Prozent, gewinnt der ETC rund ein Prozent. 2019 büßte der ETC knapp acht Prozent seines Wertes ein. Doch auch Gold-Bullen können profitieren: Der ETFS Gold ETC (WKN: A0KRJZ) spiegelt den Goldpreis nahezu eins zu eins. Im laufenden Jahr war bei einer Gesamtkostenquote von 0,49 Prozent so eine Rendite von 9,86 Prozent drin. Beide Produkte von ETFS notieren in Dollar. Das heißt, dass sie Währungsrisiken unterliegen. Um diese Risiken auszuschalten, empfiehlt sich für Gold-Bullen der db Physical Gold Euro Hedged ETC (WKN: A1EK0G). Dieser ETC legte 2019 bislang um 7,8 Prozent zu. Die Gesamtkostenquote beträgt hier 0,29 Prozent.