Staatsfonds von Saudi-Arabien setzt auf ETF-Trend und investiert massiv

Der Staatsfonds von Saudi-Arabien hat kürzlich 4,7 Milliarden Dollar in ETFs umgeschichtet. Auf welche Sektoren der mächtige Fonds jetzt setzt – und welche Aktien er verkauft hat!

Mit einem Fondsvolumen von gewaltigen 360 Milliarden US-Dollar besitzt der Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) von Saudi-Arabien eine ungeheure Macht am Kapitalmarkt. Das verwaltete Vermögen des Fonds soll nach der „Vision 2030“ des Kronprinzen und Chairman des PIF, Mohammed bin Salman, binnen eines Jahrzehnts sogar auf zwei Billionen Dollar steigen.

Nun kam heraus, dass der mächtige Staatsfonds in diesem Jahr 4,7 Milliarden Dollar in ETFs investiert hat. Laut einem Handelsblatt-Bericht stammt das Kapital aus Aktienverkäufen. Der Staatsfonds reduzierte also sein Engagement in Einzelaktien und setzt nun vermehrt auf die breitere Streuung von ETFs. Vor allem setzt der Fonds auf folgende Bereiche: Immobilien, Baustoffe, Versorgungsunternehmen und Rohstoffe

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Staatsfonds verkaufte diese Aktien

Zuvor hatte Saudi-Arabiens Staatsfonds den Kursverfall an den internationalen Börsen im März genutzt, um acht Milliarden Dollar in Aktien zu investieren. Darunter waren Aktien der Ölkonzerne BP, des Flugzeugbauers Boeing, des Hotelvermittlers Booking.com, der Citigroup, Facebook und Warren Buffetts Investmentgruppe Berkshire Hathaway. Nun aber verkaufte der Fonds allein in den USA wieder Anteile im Wert von 5,5 Milliarden Dollar – und re-investiert diese Gelder in ETFs. Das investierte Volumen des PFI in US-ETFs betrug gut zehn Milliarden Dollar am Ende des zweiten Quartals. 

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Durch den Ausstieg aus einem Großteil der Einzelwerte setzt der saudische Staatsfonds jetzt wieder auf eine breitere und weniger volatile Basis. Damit liegt der Fonds voll im Trend. Ende Juli erreichte das weltweit investierte Volumen in ETFs einen Rekordwert von 6,7 Billionen Dollar, wobei allein im Juli 79 Milliarden Dollar zugeflossen sind. Dabei kommt inzwischen immer mehr Geld aus arabischen Staaten, und es fließt nicht nur in amerikanische ETFs. Auch in Europa werden die Investoren zunehmend aktiv. 

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