Studie: So viel Geld sollten Sie mit 30, 40 und 50 Jahren angespart haben

Wie viel Geld sollte man im Alter von 30, 40 bzw. 50 Jahren bereits auf dem Konto haben? Eine Studie gibt Aufschluss. Hier erfahren Sie die Beträge. Doch Vorsicht, es gibt eine Besonderheit bei den genannten Summen.

Schauen wir uns einmal kurz die besorgniserregenden Daten zum Rentensystem an: 1960 wurden 33 Rentner von 100 Beitragszahlern finanziert. Heute finanzieren 100 Beitragszahler schon über 52 Rentner – Tendenz steigend. Das Rentenniveau wird ohne Zweifel weiter sinken – es wird demnach Zeit, dass Sie mit Ihrer Altersvorsorge starten.

Wie viel Geld notwendig ist, um die Rentenfalle zu vermeiden, haben Experten des Fintechs Weltsparen in einer Studie ermittelt. Sie zeigen, wie viel Sie zurückgelegt haben müssen, wenn Sie mit 30, 45 oder 60 Jahren mit dem Sparen für den Ruhestand starten.

Annahmen der Studie

Die Berechnungen in der Studie beruhen auf den durchschnittlichen Gehaltsdaten von 30- bis 60-Jährigen der Plattform Gehalt.de. Anschließend wurde für jeden Jahrgang die voraussichtliche Rentenlücke berechnet. Die Rentenlücke wird als die Differenz zwischen dem monatlichen Finanzbedarf und der Nettorente definiert. Der Finanzbedarf orientiert sich am gewohnten Lebensstandard vor dem Ruhestand.

Schließlich geht die Studie davon aus, dass wir 10 Prozent unseres Nettogehalts fürs Alter beiseitelegen. Das ist übrigens eine allgemeine Empfehlung von Finanzexperten. Auf Basis dieser Annahme lässt sich berechnen, wie viel Geld man bereits auf dem Bankkonto haben muss, um zusammen mit dem zukünftigen Ersparten seine Rentenlücke zu schließen.

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So viel Geld brauchen Sie mit 30 Jahren

30-Jährige verdienen im Durchschnitt 45.213 Euro pro Jahr. Das entspricht einem monatlichen Nettogehalt von ca. 2.320 Euro. Daraus folgt eine geschätzte Nettorente von 1.400 Euro. Möchte die Person im Ruhestand den gleichen Betrag zur Verfügung haben, so ergibt sich eine Rentenlücke von ca. 900 Euro pro Monat.

Legt der 30-Jährige ab sofort jeden Monat 10 Prozent seines Nettogehalts (230 Euro) zur Seite, dann wird er auf diese Weise inkl. durchschnittlicher Gehaltssprünge rund 125.000 Euro ansparen können. Der Bedarf liegt jedoch unter Berücksichtigung der Inflation bei 165.000 Euro. Also müssten sich heute mindestens 40.000 Euro auf seinem Konto befinden, um die Lücke zu schließen.

So viel Geld brauchen Sie mit 40 Jahren

Wer weitere 10 Jahre wartet, hat es noch schwerer. 40-Jährige verdienen im Schnitt 2.720 Euro netto pro Monat. Die zu erwartende Nettorente liegt bei 1.650 Euro. Das ist mehr als bei den 30-Jährigen, doch fehlt auch mehr Geld, um den aktuellen Lebensstandard zu halten (1.070 Euro).

Wer ab sofort mit dem Sparen beginnt, baut bis zum Renteneintritt ein Vermögen von ca. 95.000 Euro. Da jedoch 190.000 Euro benötigt werden, um die Lücke zu schließen, sollte ein 40-Jähriger bereits 95.000 Euro auf dem Konto haben.

Je höher das Alter, desto schwieriger wird es, die Rentenlücke zu schließen. Aus dem Grund: fangen Sie frühzeitig an!

Hier noch einmal ein kurzer Überblick zu einem 50-Jährigen:

Bruttojahresgehalt: 58.213 Euro

Nettogehalt pro Monat: 2.827 Euro

Benötigter Betrag:  193.000 Euro

Geld, das angespart werden kann: 61.000 Euro

Notwendiges Vermögen (heute): 132.000 Euro

Beachten Sie: Die oben genannten Zahlen können von Ihrer individuellen Situation abweichen. Sie dienen lediglich zur Verdeutlichung des Themas.

Setzen Sie auf den Kapitalmarkt

Seien Sie beruhigt, wenn Sie noch nicht das notwendige Vermögen auf dem Konto haben. Die obigen Berechnungen beruhen auf reiner Sparleistung. Wenn Sie das Geld am Kapitalmarkt über ein breit gestreutes ETF-Portfolio anlegen, können Sie deutlich effektiver Vermögen aufbauen. Wenn ein 30-Jähriger über einen Zeitraum von 37 Jahren jeden Monat 230 Euro investiert, wird bei einer Rendite von 5 Prozent (nach Inflation) ein Vermögen von 288.034 Euro aufbauen – und damit lässt sich eine Rentenlücke von 900 Euro monatlich in jedem Fall schließen.

Aber auch hier gilt: Eine Anlage an der Börse ist mit Risiken verbunden. Je näher Sie sich der Rentenzeit annähern, desto geringer sollte das Risiko in Ihrem Portfolio sein bzw. die Aktienquote. Je früher Sie starten, desto mehr Zeit haben Sie, um kurzfristige Markkorrekturen auszusitzen und den Zinseszinseffekt zu nutzen.

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