Vor- und Nachteile von ETFs

Warum sind ETFs so beliebt?


ETFs werden immer beliebter und sind längst im Mainstream angekommen. Millionen von Menschen in Deutschland nutzen bereits die Vorteile von ETFs und investieren ihr Geld in die kostengünstigen Indexfonds, zumeist über einen Sparplan. Bei ETFs handelt es sich um Investmentfonds, die passiv einen Index nachbilden, zu sehr niedrigen Gebühren. Anlegerinnen und Anleger profitieren von der breiten Diversifikation und Risikostreuung von ETFs und können langfristig eine sehr gute Rendite an der Börse mit diesen Produkten erzielen. 

In der heutigen Zeit ist dies wichtiger denn je. Denn wenn du Geld auf einem Girokonto, Sparkonto oder Tagesgeld hortest, erhältst du heute keine Zinsen mehr für dein Vermögen. Im Gegenteil: Du musst oftmals sogar Minuszinsen bezahlen. Zudem sorgt die Inflation dafür, dass sich der Wert deines Vermögens stetig reduziert. 

Für einen Ausweg aus der Misere bieten ETFs Vorteile. Doch wie kann man die Vorteile von ETFs am besten für sich nutzen? Und welche potenziellen Nachteile gibt es bei ETFs?

Wir nennen dir alle Vor‑ und Nachteile von ETFs und klären deine Fragen, damit du selbst entscheiden kannst, ob ETFs die richtige Geldanlage für dich sind.

Das Wichtigste in Kürze:
Vor- und Nachteile von ETFs zusammengefasst

  • ETFs: ETFs (Exchange Traded Funds) sind Indexfonds, die an der Börse gehandelt werden können und passiv einen bestimmten Index nachbildet, z. B. den MSCI World oder den Deutschen Aktienindex (DAX). Anlegerinnen und Anleger können an der Börse Anteile an einem ETF kaufen.

  • Vorteile: ETFs sind kosteneffizient und transparent, können jederzeit an der Börse ge‑ oder verkauft werden und bieten im Vergleich zu einzelnen Aktien eine höhere Diversifikation. Sie können mit einem Sparplan bespart werden und dein Geld ist bei einer Insolvenz deines ETF‑Anbieters geschützt. Denn ETFs sind Sondervermögen und damit ist dein Geld rechtlich geschützt.

  • Nachteile: ETFs sind den üblichen Kursschwankungen an der Börse ausgesetzt. Zudem können ETF‑Anbieter die enthaltenen Wertpapiere verleihen, wodurch ein Ausfallrisiko entsteht. Obwohl ETFs jederzeit handelbar sind, eignen sie sich weniger als kurzfristige Investition.

Was sind ETFs & wie funktionieren sie?

Mit ETFs kannst du einfach und günstig Geld anlegen und Vermögen aufbauen. ETF ist die Abkürzung für “Exchange Traded Fund”. Übersetzt bedeutet das Wort „börsengehandelter Indexfonds". Ein ETF ist also ein Investmentfonds, der einen bestimmten Wertpapierindex nachbildet. Mit ETFs kannst du in Aktien, Anleihen, Rohstoffe und sogar Kryptowährungen investieren. 

Ein ETF bildet – wie bereits erwähnt – die Wertentwicklung von einem Börsenindex ab. Ein Index ist ein Korb, der sehr viele Wertpapiere enthält. Oft enthält ein Index hunderte, wenn nicht sogar tausende Wertpapiere. Im Aktienindex MSCI World sind 1.600 Aktien aus 23 Ländern weltweit gelistet. Ein ETF auf den MSCI World Index bildet die Wertentwicklung von all diesen Einzelaktien ab. Mit einem ETF auf den MSCI World hast du also automatisch 1.600 Aktien in deinem Portfolio und erhältst die Rendite dieser Aktien durch die entsprechende Indexabbildung. Die Wertentwicklung wird in Prozent gemessen (zum Beispiel + 7 Prozent).  

Ein weiteres sehr bekanntes Beispiel für einen Aktienindex ist der DAX Index (Deutscher Aktienindex). Im DAX sind die 40 größten Aktien Deutschlands gebündelt. Bekannt ist auch der FTSE All World Index. Dies ist ein internationaler Aktienindex, der die Wertentwicklung von Unternehmen aus Industrieländern und Schwellenländern abbildet.  

Doch warum gibt es so einen großen Unterschied zwischen aktiv gemanagten Investmentfonds und ETFs? Bei aktiv verwalteten Fonds versucht ein Manager, die bestmögliche Rendite zu erwirtschaften. Dabei entscheidet das Management, in welche Wertpapiere das Geld investiert wird und nimmt stetig Anpassungen vor. Was sich in der Theorie sehr gut anhört, bietet zwei große Nachteile.

  1. Aktive Fonds kosten im Vergleich zu ETFs sehr hohe Gebühren.
  2. Aktive Fonds schaffen es auf lange Sicht in der Regel nicht, mehr Rendite als ein ETF zu erzielen. Niedrige Gebühren und attraktive Renditen – dies sind zwei große Vorteile von ETFs.

Der perfekte Guide für ETF-Anfängerinnen und -Anfänger

ETF-Guide für Anfängerinnen und Anfänger

Theorie und Praxis rund um ETFs in einem einzigen Magazin vereint – unser ETF‑Guide ist das perfekte Starter‑Kit, wenn du in nur 60 Minuten verstehen willst, wie du souverän anlegen und finanziell wachsen kannst. Darin erfährst du…

  • was die besten ETFs für deine Sparpläne sind
  • wie du die optimale Aktienquote für dein Depot findest
  • wo du kostenfreie Depots und ETF‑Sparpläne erhältst
  • wie du dein Depot kinderleicht analysieren und optimieren kannst
Was sind die Vorteile von ETFs?

Was sind die Vorteile von ETFs?

Die wesentlichen Vorteile von ETFs sind niedrige Gebühren und eine große Risikostreuung. Deswegen eignen sich ETFs auch perfekt für einen Sparplan oder eine Einmalanlage. So kannst du deine Geldanlage einfach halten und hohe Kosten vermeiden, um dein Geld zu investieren und Vermögen aufzubauen. Hier erfährst du, welche weiteren Vorteile ETFs bieten.

  • Geringe Kosten & Gebühren
  • Transparenz
  • Risikostreuung
  • Höhere Chancen auf Rendite als herkömmliche Sparprodukte
  • Sicherheit, da Sondervermögen
  • Flexibilität & schnelle Liquidität
  • Geeignet für Sparplan
  • Bereits für kleinere Sparraten geeignet
  • Können nach Interessen ausgewählt werden, z. B. Nachhaltigkeit

Im Folgenden erläutern wir dir die Vorteile von ETFs. Du erfährst darin Schritt für Schritt, warum du ETFs sehr gut für deine persönliche Geldanlage nutzen kannst.

Darum sind ETFs ein Muss!

Bild von extraETF Gründer Markus JordanTimo Baudzus: Chefredakteur Extra-Magazin
Vermögensaufbau ist heute wichtiger denn je. Wer noch über keine oder nur geringe Ersparnisse verfügt, muss dringend etwas tun. Die gesetzliche Rente wird dir später garantiert nicht reichen. Aber auch diejenigen, die schon Geld besitzen, sollten ihr Vermögen unbedingt schützen – und zwar vor Minuszinsen und Inflation!
Timo Baudzus: Chefredakteur Extra-Magazin

Kosteneffizienz

Die Kosten bei ETFs fallen sehr gering aus, da aufgrund der passiven Indexnachbildung keine hohen Verwaltungsgebühren für ein Fondsmanagement entstehen. Aufgrund der geringen Kosten gehören ETFs zu den beliebtesten Anlageformen überhaupt.

Der Kauf eines aktiven Fonds kostet in der Regel einen Ausgabeaufschlag (bis zu 5 Prozent der Kaufsumme). ETFs hingegen haben keinen Ausgabeaufschlag. Die Gebühren für aktive Investmentfonds belaufen sich pro Jahr auf ca. 1,5 bis 2 Prozent des Fondsvermögens. Die Kosten für ETFs liegen mit 0,05 Prozent bis maximal 0,8 Prozent deutlich darunter.

Die höheren Gebühren von aktiven Fonds bedeuten für dich als Anlegerin bzw. Anleger: weniger Rendite! Mit ETFs sparst du dir diese Kosten und steigerst deine Chancen, langfristig mehr Rendite zu erzielen als mit einem aktiven Investmentfonds – ein klarer Vorteil von ETFs.

Du suchst nach Tipps zur ETF-Auswahl? Dann schau bei unseren ETF-Empfehlungen vorbei oder klick dich durch unsere ETF-Liste. Dort findest du alle Informationen zu den jeweiligen ETFs.

Transparenz

Die Kosten und alle weiteren wichtigen Informationen eines ETFs findest du transparent aufgeschlüsselt in sogenannten Factsheets. Die Factsheets zu jedem ETF findest du auf den ETF‑Profilseiten von extraETF. 

Anlegerinnen und Anleger haben den Vorteil, genau zu wissen, welche Wertpapiere in ihrem ETF enthalten sind, da sich die Zusammensetzung an den im Index enthaltenen Wertpapieren orientiert. Diese sehr hohe Transparenz bei ETFs ermöglicht dir, zielgenau in deine persönlichen Interessen zu investieren. Ist dir zum Beispiel das Thema Nachhaltigkeit besonders wichtig, kannst du in nachhaltige ETFs investieren. Wenn du lieber regional investieren möchtest, stehen dir zahlreiche Länder‑ und Regionen‑ETFs zur Verfügung.

Einer der Vorteile von ETFs besteht zudem darin, dass die Wertentwicklung jederzeit transparent nachvollziehbar ist, da wir Realtime‑Kurse der ETFs auf den ETF‑Profilseiten von extraETF zur Verfügung stellen.

Risikostreuung

Im Vergleich zu Einzelaktien erhöhen ETFs die Sicherheit für Anlegerinnen und Anleger. Denn ETFs bilden die Wertentwicklung eines Börsenindex ab. Dieser enthält oft hunderte, wenn nicht sogar tausende Wertpapiere. Mit einem einzelnen ETF kann man also bereits eine sehr breite Streuung für sein Portfolio erzielen.

Dies wird im Fachjargon auch Diversifikation genannt. Die Diversifikation ist einer der wichtigsten Vorteile von ETFs, denn so erzielst du im Vergleich zu einem Investment in eine einzige Aktie eine viel bessere Risikostreuung.

Ein Aktien‑ETF auf den MSCI World Index enthält zum Beispiel 1.600 Aktien. Dies senkt das Risiko gegenüber der Geldanlage in eine Einzelaktie enorm. Denn bei einer einzelnen Aktie in deinem Portfolio besteht das Risiko, dass das Unternehmen Pleite geht oder in kurzer Zeit stark an Wert verliert. Bei einem ETF auf den Aktienindex MSCI World hingegen ist es sehr unwahrscheinlich, dass alle 1.600 Unternehmen im Index auf einmal zeitgleich insolvent gehen. Dadurch haben ETFs einen großen Vorteil gegenüber Einzelaktien.

Rendite

Die Renditen eines ETFs hängen von den Wertpapieren ab, die in dem ETF enthalten sind. Viele Anlegerinnen und Anleger nutzen ETFs, um in Aktien zu investieren. Aktien haben auf Sicht von mehreren Jahrzehnten die beste Rendite erzielt. Es gibt aber auch ETFs auf andere Wertpapiere wie Aktien, Rohstoffe oder Kryptowährungen. 

3 oder 4 Prozent Zinsen für Sparkonten oder Tagesgelder? Diese Zeiten sind längst vorbei. Aktuell erhält man keinerlei Zinsen bei der Bank. Zudem nagt die Inflation am Wert deines Geldes und reduziert damit deine Kaufkraft und somit deinen Wohlstand. Mit passiv gemanagten Indexfonds hast du eine realistische Chance, eine Rendite zu erzielen, die über der Inflationsrate liegt. Dies hängt davon ab, in welche ETFs du investierst und welche Zusammensetzung von Anlageklassen du in deinem Portfolio vornimmst.

Mit einer langfristigen Geldanlage in einen Aktien‑ETF lassen sich zum Beispiel Renditen von rund 9 Prozent erzielen. Von 1970 bis 2020 hat der MSCI World Index durchschnittlich 9,21 Prozent pro Jahr erzielt. Diese Renditen kamen trotz zwischenzeitlich schlechter Marktphasen und sogar Börsencrashs zustande.

Du hast bei ETFs in puncto Zinsen und Dividende keinerlei Nachteile gegenüber Einzelaktien oder anderen Wertpapieren. Denn mit ETFs erhältst du ebenfalls Zinsen und Dividenden – und dies ist ein weiterer großer Vorteil von ETFs. ETFs können aber auch die Zinsen und die Dividenden, die sie erwirtschaften, auf dein Konto ausschütten. Diesen Vorgang nennt man Ausschüttung. Du kannst aber auch von der automatischen Wiederanlage von Zinsen und Dividenden profitieren. Das nennt sich dann Thesaurierung. Wenn du einen thesaurierenden ETF wählst, nutzt du den Zinseszinseffekt optimal für dich aus.

So hätten sich 10.000 Euro in den letzen 50 Jahren entwickelt

Eine Grafik vergleicht die Rendite von einem Sparbuch/Tagesgeldkonto mit der Wertentwicklung des MSCI World von 1970-2020.
Quelle: extraETF.com Research, eigene Berechnungen
Dein Vermögen im Blick – extraETF Finanzmanager

Im extraETF Finanzmanager kannst du deine Investments analysieren und dein Vermögen einfach, schnell und sicher überwachen. Dein Vermögen in nur wenigen Minuten an einem Ort vereint, sodass du sofort den perfekten Überblick erhältst.

  • Vereine dein Vermögen an einem Ort
  • Erkenne Risiken und vermeide Verluste
  • Vergleiche dein Portfolio mit anderen Strategien
  • Optimiere deine Anlageentscheidungen
  • Und vieles mehr

Sicherheit

ETFs sind Wertpapiere, die über die Börse gehandelt werden. Damit unterliegen sie Kursschwankungen. Im schlimmsten Fall können durch die Kursschwankungen Verluste entstehen. Es gibt bei ETFs also keine Garantie, dass man sein eingezahltes Geld ohne Verluste zurückerhält. Prinzipiell ist dies durchaus ein wichtiger Aspekt, den du beachten solltest bei den Vor‑ und Nachteilen von ETFs.

ETFs bieten jedoch in anderer Hinsicht eine sehr hohe Sicherheit. Denn sie zählen zum sogenannten Sondervermögen der ETF‑Anbieter. Das bedeutet, dass alle ETF‑Anteile getrennt vom Vermögen des Anbieters aufbewahrt werden. Bei einer Insolvenz des Anbieters sind die ETF‑Anteile geschützt. Dein Geld ist somit absolut sicher. Es gibt in dieser Hinsicht keinerlei Risiko für dich. Dies gilt jedoch nicht für sogenannte ETCs oder ETNs. Dies sind Spezialprodukte im ETF‑Bereich. Bitte lies dazu unseren Artikel “Der Unterschied zwischen ETFs und ETCs”.

Flexibilität und Liquidität

Einer der Vorteile von ETFs besteht darin, dass sie keine feste Laufzeit aufweisen. Du kannst somit jederzeit, deine Wertpapiere bzw. ETFs wieder zu Geld machen, indem du den jeweiligen Indexfonds einfach an der Börse verkaufst. ETFs können jederzeit (während der Öffnungszeiten) an der Börse ge‑ und verkauft werden, auch mehrmals am Tag. Du kannst also jederzeit über das Geld in deinen ETFs verfügen. Du kannst auch entscheiden, ob du lieber über einen Sparplan in ETFs investieren möchtest oder über eine einmalige Zahlung

Die Geldanlage mit Indexfonds ist also so flexibel wie das Leben selbst. Allerdings ist es ratsam, ETFs als eine längerfristige Geldanlage zu betrachten. Denn der Börsenwert deiner ETFs und die Wertentwicklung können schwanken. Die beste Rendite erzielst du mit ETFs, wenn du diese langfristig in deinem Portfolio einsetzt. So kannst du optimal Vermögen aufbauen.

Sparplan, auch für kleines Geld

Millionen von Anlegerinnen und Anleger in Deutschland haben ETFs bereits als Mittel der Wahl entdeckt, Vermögen zu bilden über einen Sparplan. ETF‑Sparpläne lassen sich bei sehr vielen Banken zu sehr günstigen Konditionen einrichten, oftmals komplett ohne Gebühren. Bei einem ETF‑Sparplan ist keine hohe Erstinvestition notwendig. Der Sparplan kann schon mit kleinen Raten ab 1 Euro pro Monat, aber auch mit 25 Euro, 50 Euro, 100 Euro oder noch höheren Beträgen eingerichtet werden. 

Der Vorteil von ETF‑Sparplänen: Du kannst wählen, ob dein ETF-Sparplan monatlich, quartalsweise oder in einem anderen Intervall ausgeführt werden soll. Zudem kannst du auch das Ausführungsdatum wählen. So kannst du die Sparplanausführung perfekt auf deinen Gehaltseingang abstimmen. Damit eignen sich ETFs und ETF‑Sparpläne sowohl für den großen als auch für den kleinen Geldbeutel.

Anzahl ausgeführter ETF‑Sparpläne in Deutschland von 2017‑2021

etfs-vorteile-sparplan.png
Quelle: extraETF.com Research, Stand: 31.12.2021
Welche Nachteile gibt es bei ETFs?

Welche Nachteile gibt es bei ETFs?

Die Nachteile von ETFs und deren Risiko hängt wesentlich von der jeweiligen Zusammensetzung und den Anlageklassen des zugrundeliegenden Index ab. Weitere Nachteile können ein Ausfallrisiko bei ETFs mit Wertpapierleihe, ein Kontrahentenrisiko bei Swap‑ETFs, keine Überrendite gegenüber dem Index oder das fehlende Stimmrecht auf Hauptversammlungen, der im ETF enthaltenen Unternehmen, sein. Auch wenn aus unserer Sicht die Vorteile von ETFs klar überwiegen, möchten wir dir nun einige Nachteile von ETFs näher erklären.

  • Nicht alle ETFs sind gleich: Bevor du in einen ETF investierst, solltest du dich genau informieren, um welchen ETF es sich handelt. Denn obwohl ETFs aufgrund ihrer Zusammensetzung grundsätzlich eine breite Risikostreuung bieten, gibt es innerhalb der Anlageklasse erhebliche Unterschiede, was die Höhe des Risikos angeht. Krypto‑ETCs, Themen‑ETFs und andere spezielle Produkte weisen ein höheres Risiko sowie oft auch höhere Gebühren auf als klassische ETFs, welche die Wertentwicklung eines breit gestreuten Aktienindex nachbilden. 
  • Keine Überrendite möglich: Da ein ETF so exakt wie möglich einen Index abbildet, kann die Rendite des ETFs die des Index kaum überbieten. Es sitzt kein aktives Fondsmanagement dahinter, dass versucht, eine bessere Rendite zu erzielen. Dieser kleine Nachteil kann sich aber auch zu einem Vorteil entwickeln, denn mit einem Blick auf den Index deines ETFs kannst du sehen, wie es aktuell um deine Rendite steht. Bei einem aktiv verwalteten Investmentfonds musst du darauf hoffen, dass das Fondsmanagement die richtigen Entscheidungen trifft.
  • Ausfallrisiko bei verliehenen Wertpapieren: ETF‑Anbieter haben die Möglichkeit, Wertpapiere zu verleihen. Dafür bekommen sie eine Leihgebühr, welche die Rendite des ETFs steigert. Das ist erst einmal ein klarer Vorteil. Der Nachteil der Wertpapierleihe in ETFs ist jedoch das Risiko, dass derjenige, der sich Wertpapiere geliehen hat, zahlungsunfähig wird. ETF‑Anbieter verlangen aus diesem Grund meist Sicherheiten, bevor sie Wertpapiere verleihen, vollständig ausschließen kann man dieses Risiko dennoch nicht.

Fazit:
ETFs überzeugen mit ihren Vorteilen

ETFs haben viele Vorteile und nur wenige Nachteile. Die Vorteile überwiegen die Nachteile deutlich. Daher sind ETFs eine sehr gute Wahl für Anlegerinnen und Anlegern, um Vermögen aufbauen zu können.

  • ETFs sind kostengünstige Investmentfonds, die einen Börsenindex passiv abbilden
  • ETFs enthalten sehr viele Wertpapiere und sind daher sehr breit gestreut
  • Die breite Streuung bei ETFs nennt man auch Diversifikation. Diversifikation verringert das Risiko von Verlusten
  • Anlegerinnen und Anleger bleiben mit ETFs sehr flexibel und kommen im Notfall jederzeit an ihr Geld
  • Mit ETFs können Anlegerinnen und Anleger auf lange Sicht eine sehr gute Rendite erzielen

So viel Euro haben Privatanleger 
in ETFs angelegt

Die vielen Vorteile von ETFs sorgen dafür, dass seit Jahren immer mehr Anlegerinnen und Anleger in ETFs investieren. Dies zeigt unsere regelmäßige ETF‑Sparplanmarkt‑Statistik eindrucksvoll.

Eine Grafik zeigt die Entwicklung des ETF-Marktes.

Bild von extraETF Gründer Markus Jordan

🤘
Hi, ich bin 
Timo Baudzus

Timo ist seit 2020 der Chefredakteur von extraETF und dem Extra-Magazin. Timo zählt zu den renommiertesten Finanzjournalisten Deutschlands. Der ehemalige Banker arbeitete u.a. für FOCUS-MONEY und Die WELT. Seit 2006 ist er an der Börse aktiv.

Diese Ratgeber könnten dich auch interessieren