Von Katja Brauchle26. Juli 2022
Investieren mit ETFs – warum sich das in jeder Lebensphase lohnt

Investieren mit ETFs – warum sich das in jeder Lebensphase lohnt

ETFs eignen sich für jede Lebensphase! Doch es lohnt sich, bereits früh mit dem Investieren anzufangen. Wir erklären dir, warum – und haben wertvolle Tipps für den Aufbau deines ETF-Portfolios. 

Schon werdende Eltern können den Grundstein für eine sichere finanzielle Zukunft ihres Kindes legen. Dazu kommen die immensen Kosten, die für die nächsten Jahre – mindestens 18 – auf sie zukommen. Denn Kinder kosten viel Geld – bis zu 150.000 Euro bis zum 18. Lebensjahr. Wer studiert, kostet laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes sogar bis zu 230.000 Euro. Darauf sollten sich Eltern möglichst früh einstellen – und vorsorgen.

Ein ETF-Sparplan kann dafür eine geeignete Wahl sein. Die Aufteilung im Portfolio könnte etwa so aussehen:

Wer sich so aufstellt, hätte in den vergangenen 30 Jahren im Durchschnitt circa fünf Prozent Rendite pro Jahr erzielt. Bei einem monatlichen Sparbetrag von 150 Euro läge das Guthaben nach 18 Jahren bei 52.000 Euro. Damit kann man ein Kind, beziehungsweise einen jungen Erwachsenen, schon gut ins Leben schicken.

Corona, Krieg, Inflation: Wie mit Krisen umgehen?

Der wichtigste Erfolgsfaktor bei der Geldanlage ist ein langer Anlagehorizont von idealerweise 10 Jahren und mehr. Gerade deshalb ist es so wichtig, so früh wie möglich mit dem Investieren zu beginnen. Der MSCI World konnte seit seiner Auflage eine durchschnittliche Rendite von sieben Prozent realisieren – trotz mehrerer globaler Finanz- und Bankenkrisen. Auch die aktuelle Krise wird ihm langfristig nichts anhaben können.

Es lohnt sich unbedingt, trotz zwischenzeitlicher Kursrücksetzer investiert zu bleiben, unabhängig von den jeweiligen Lebensphasen. Denn an der Börse können einzelne gute Tage die Performance manchmal stark beeinflussen. Hätte eine Anlegerin oder ein Anleger in den letzten 30 Jahren nur die zehn besten Tage an der Börse verpasst, hätten sie mit einem Investment in den MSCI World nur noch ca. zwei Prozent über den gesamten Zeitraum verdient. Zieht man noch Kosten, Steuern und Inflation ab, haben sie sogar Geld verloren. Deshalb gilt: Auch in schwierigen Phasen wie dieser nicht nervös werden und Sparpläne laufen lassen!

Auch mit 50 lohnt sich der Einstieg

Natürlich liegt es auf der Hand, dass es sich lohnt, möglichst früh in das Investieren mit ETFs einzusteigen. Wer 50 Jahre investieren kann, bekommt eine höhere Rendite als jemand, der 20 Jahre investiert.

Dennoch lohnt sich auch im späteren Leben der Einstieg! Aktuell liegt das Rentenalter bei 67 Jahren – wer jetzt 50 ist, hat also immer noch 17 Jahre Zeit, um die Altersvorsorge zu ergänzen. Mit dem Vorsorgerechner lässt sich gut berechnen, wie viel Kapital sich je nach Sparrate, Zinssatz und Intervall in dieser Zeit aufbauen lässt. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass es kein Anfangskapital gibt, die Sparrate monatlich bei 150 Euro und der Zinssatz bei 5 Prozent liegt, kommen so in 17 Jahren im Schnitt noch über 47.000 Euro zusammen.

Tipp: Hier findest du die günstigsten Anbieter für ETF-Sparpläne.

Diversifikation ist das A und O

Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren beim Vermögensaufbau mit ETFs ist Diversifikation. Das gilt sowohl für den Kindersparplan als auch für jenen während Krisen oder im späteren Leben. Diversifikation bedeutet, das Verlustrisiko möglichst breit zu streuen und so zu minimieren.

Bei extraETF kannst du dich von verschiedenen Portfolio-Modellen inspirieren lassen und dir anschauen, wie man ein breit diversifiziertes Portfolio aufbauen kann. Mögliche Kandidaten dafür sind:

Diese Strategien zeichnen sich durch eine breite Diversifikation über verschiedene Anlageklassen aus. Neben Aktien spielen hier Gold, Rohstoffe, Immobilien und Anleihen eine entscheidende Rolle.